Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 30 (1933)
- Issue
- Heft 1 (Februar 1933)
- Date
- 1933-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 49)
- Language
- German
- Belongs to
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Folgende Bundesbrüder haben das medizinische Staatsexamen bestanden: Felix Bergmann, Franz Brüll, Hans Friedenthal, Berthold Lindner, Willi Sommerfeld, Heinz Steinitz. Bestandenes Examen: Ernst Loebenstein Dr. jur. Diejenigen Bundesbrüder, welche zum Semesterschluß in ihre Heimat zurückkehren, werden gebeten, dies umgehend dem Präsidium zu melden, da sonst eine Unterbrechung in der Zustellung des J.St. nicht vermieden werden kann. Bundesbrüder, die den J.St. nicht erhalten, wollen sich zunächst an das zuständige Postamt wenden. Aus dem Kartell ausgetreten sind folgende Bundesbrüder: Manfred Heß- München, Karl Hellmann-Ruder-V.J.St.-Berlin, Max Heymann-Ruder-V.J.St.- Berlin, Simon Szyfmann-Danzig, Hermann Selzer-Oberhausen, Dr. A. Weinberg- Remscheid. Auf Veranlassung der K.-H.-Kommission wurde aus den Listen des Kartells gestrichen: Dr. Arnold Rehfisch-Berlin. Von der Verbindung abgegeben wurde: Hermann Schärf-Lörrach i. Baden. Bemerkungen. Die Aussichten von Chemikern in Palästina« Auf eine Anfrage erhalten wir von Bbr. Arinstein folgende Antwort: 1. Chemiker werden z. Zt. nicht benötigt. 2. Wenn irgendeiner a) doch noch Zionist ist, d. h. nicht unbedingt von vornherein Wert auf „eine ausreichend bezahlte Stellung" legt, b) genug Geld oder Kredit hat, um 1—2 Jahre lang pro Monat 6—8£ zuzulegen, c) nach beendigtem Studium noch mindestens 3 Jahre irgendwo als Chemiker oder Kaufmann praktisch gearbeitet hat und d) ein Mann mit Initiative und Abenteuerlust ist, so soll er ruhig kommen. 3. Chemiker, die lange Praxis hinter sich haben, jetzt arbeits- oder beschäftigungslos sind, womöglich eigene Firmen besitzen oder besessen haben, sollen zu langem Besuch herüberkommen. Praktisch sieht die Lage so aus: Auf Stellungen einigermaßen befriedigender Art ist nicht zu rechnen. In letzter Zeit sind aus Stellungen zwei Chemiker abgebaut worden. Einer macht ein eigenes chemisch-technisch. Labor in Haifa auf, der andere ist Düngemittelhändler geworden. Zwei Chemiker sind bei der Toten-Meer- Konzession als Laboranten mit 6 £ Monatsgehalt angestellt worden. Die Chance, nach etwa einjähriger Volontärtätigkeit eine Laborantenstelle zu bekommen, ist nicht schlecht. Will jedoch irgendein Chemiker sich eine befriedigende Lebensaufgabe in Palästina schaffen, so muß er schon selber etwas. aufbauen, etwas Neues, was noch nicht da ist. Dazu braucht 47