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Der jüdische Student · 1932-12-01 · Heft 11 (Dezember 1932) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
29 (1932)
Issue
Heft 11 (Dezember 1932)
Date
1932-12-01
Page
[Seite] (sequence 26)
Language
German
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bezeichnen." In jedem Falle muß er in -der ganzen Tragweite seiner Gefährlichkeit erkannt werden, damit wir nicht vollends hineingezogen werden in jenen Strudel, von dem z. Zt. die ehedem lebendigen Grundlagen des westlachen Nationalismus bereits fast völlig verschlungen sind. NLiUeilungen des Präsidiums Bericht über die Generalversammlung der Kreditgenossenschaft jüd. Akademiker am 4. 12, 32. Die Kreditgenossenschaft jüdischer Akademiker hielt im Rahmen des Altherren-Tages eine Generalversammlung ab, an der erfreulicherweise eine ganze Reihe von Bundesbrüdern teilnahmen. Bbr. Katschke, der die Geschäftsführung v/egen Ueberlastung des Bbr, Wollstein übernommen hatte, berichtete über die Entwicklung. Er hält den Gedanken der Kreditgenossenschaft, wie er bei der Gründung in Aussicht genommen war, bisher für gescheitert. Ursprünglich dachte man daran, bankmäßige Wechselkredite gegen Bürgschaften auszuleihen. Die Kreditgenossenschaft hat bisher etwas mehr als Mk. 6000,— vereinnahmt; sie hat etwa 9/io der Kredite, die erbeten wurden, ablehnen müssen, weil die Kreditgesuche nicht den Bedingungen entsprachen, die an solche Kredite gestellt werden müssen, und sie hat auch keinerlei Mitteilungen der Bundesbrüder erhalten, die ihrerseits schon im Kartell Kredite gegeben haben und die sie der Kreditgenossenschaft zur Einziehung übergeben sollten. Die Beträge einer solchen Verwaltung ständen in gar keinem Verhältnis zu den Unkosten. Vor allem hätten die Bundesbrüder nur im gewissen Umfange Beitrittserklärungen abgegeben und die Mk. 30,— gezahlt. Die Einziehung der Beträge, ebenso wie die Verwaltung größerer Kredite verursacht Unkosten, die in keinem Verhältnis zu den möglichen Zinsen ständen. Er macht deswegen folgende Vorschläge, den Vorstand und Kreditausschuß zu ermächtigen, kleinere Kredite, etwa bis zu Mk. 300,— zu geben, ohne daß Bürgen und Wechsel gefordert werden. Diese Ausführungen riefen eine prinzipielle Debatte hervor über die Frage ob die Kreditgenossenschaft eine Darlehns- und Unterstützungs-Kasse oder eine bankmäßige Einrichtung darstellen solle. Bis auf Bbr. Schwarz stellten eich sämtliche Redner einhellig auf den Standpunkt, daß an der ursprünglichen Aufgabe der Kreditgenossenschaft nicht gerüttelt werden dürfe, daß insbesondere nur bankmäßige Darlehen mit den erforderlichen kaufmännischen Kautelen ausgeliehen werden dürften. Bbr. Rosenblatt bemängelte noch, daß die Statuten keine Bestimmung enthielten, die die Bundesbrüdzr, insbesondere die auswärtigen, die nicht na^ch hier kommen könnten, davor sichern, daß in ihrer Abwesenheit die Haftsumme oder EinZahlungsverpflichtungen erhöht würden. Es wurde beschlossen, der Vorstand solle auf der nächsten Generalversammlung eine entsprechende Abänderung der Statuten zur Abstimmung bringen. 316

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