Mannheim
Compact Memory

Der jüdische Student · 1932-11-01 · Heft 10 (November 1932) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Student
Volume
29 (1932)
Issue
Heft 10 (November 1932)
Date
1932-11-01
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/3537599-3537829-3537838--8515-3546578
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

konzerieo aus der klassischen und romantischen Periode nicht, schlecht zu Gehör brachte, . ..,.„... So sieht man also überall Ansätze und neues Leben sprießen und hat mit Recht den Eindruck einer zukunftsträchtigen, wohlfundierten Entwickelung. Daß und wie diese ganz andere Formen annehmen könnte, ist vorher angedeutet worden. Es ist zu hoffen, daß durch das Erstarken der zahlreichen arbeitenden Elemente in und um Hederah und unter dem Druck der oben genannten Arbeitgeber großen Stils, die jüdische Arbeit immer mehr Boden b Hederah erringen wird. Dann wird die Entwickelung Hederahs ein Tempo annehmen, die das nachholen wird, was in den früheren Jahren schuldhaft versäumt worden ist. Andrerseits muß man aber auch verstehen, daß dem Aufbau Hederahs ungeheure Schwierigkeiten entgegenstanden. Insbesondere seien die furchtbaren Malariaexpeditionen vermerkt, die unzählige Opfer forderten. Verfasser selbst hat noch ein Jahr erlebt, wo in einem Monat 1008 Menschen an Malaria erkrankten. Diese Gefahr ist seit 3 Jahren durch eine durchgreifende und außerordentlich erfolgreiche Entsumpfungsarbeit gebannt; aber der „böse Namen" als „Malaria-Kolonie" ist leider noch nicht geschwunden. Auch allerhand wirtschaftliche Schwierigkeiten sind vorhanden. Das phantastische Ansteigen der Bodenpreise muß ein forsches Tempo der Entwicklung hemmen; ein andrer Hemmschuh ist das Fehlen von Chausseen zu den Städten Haifa, Tel-Awiv. Die Hauptschwierigkeit aber sehe ich in der Frage der jüdischen Arbeit. (Wobei ich von der Frage der Wirtschaftsform ganz absehen will; Hederah ist eben eine Privatintitiative-Kolonie und wird es bleiben.) In dieser Beziehung gibt es noch unendliche Möglichkeiten. Das Sharon hat sich zum größten Teil auf jüdische Arbeit eingestellt und ist viel dichter besiedelt und viel schneller entwickelt als das Shomron; wann werden wir diesen Spuren folgen? Ich habe diese Dinge etwas ausführlicher (natürlich nicht erschöpfend) behandelt, da Hederah der Typus der ,,alten Kolonien" und eine ganze Kategorie Aufbauarbeit repräsentiert. Wenn auch viele Dinge zur Kritik herausfordern, im großen ganzen sind die Verhältnisse bei uns doch besser als in allen anderen alten Kolonien und wir hoffen auf v/eitere fortschrittliche Aenderungen in naher Zukunft. Im Frühjahr nach Palästina! Wir beabsichtigen, eine Gesellschaftsreise nach Erez Israel zu organisieren, evtl. mit anderen Organisationen ein Schiff zu chartern. Sehen heute bitten wir die Bundesbrüder, uns unverbindlich mitzuteilen, wer die Absicht hat, im kommenden Frühjahr nach Palästina zu fahren. Gedacht wird an eine Reise von ca. 4 Wochen (Aufenthalt im Lande ca. 17 Tage), Kosten der Reise zwischen RM 550.— und 650.—. Auf der Altherren- resp. Aktiven-Tagung hoffen wir, schon einiges darüber sagen zu können. 274

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.