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Der jüdische Student · 1932-10-01 · Heft 9 (Oktober 1932) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Student
Volume
29 (1932)
Issue
Heft 9 (Oktober 1932)
Date
1932-10-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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Aufgabe und Kampf. \r0a Ernst Philipp (Saxonia, Frankfurt). Der Zionismus ist noch immer keine Volksbewegung. Woher kommt das? Die Frage-ist in den letzten Blättern bei uns oft genug gestellt und verschieden beantwortet worden. Ich will kurz zusammenfassen: Erstarrt sind wir in der eigenen Ideologie, Sinnloses Parteigezänk zerfleischt die eigenen schmalen Reihen. Uebertriebene Diskussion und veraltete Methoden sind unsere Kampfmethoden. Unsere Bewegung hat in Deutschland bisher trotz ihres langen Bestehens keine andere Schicht erfaßt, als die, von der sie ursprünglich ausgegangen ist. Eine kleine Schicht Intellektueller ist unsere Gefolgschaft. Selbst der Großteil unserer Jugend in den Bünden stammt wieder aus denselben Schichten. Uns fehlt die mitreißende Begeisterung, die jede große revolutionäre Bewegung in sich tragen muß, wenn sie Erfolg haben will. Wir tragen sie auch in uns und sicher in einem besonders hohen Maße. Aber bisher vermochten wir ihr nicht den richtigen Ausdruck zu geben. Es ist doch ein unglaubliches Ding, daß die jüdischen Massen immer noch stumpfsinnig im Alten leben und ihre Heimat vor ihnen mit offenen Türen steht. Viele könnten auch jetzt noch morgen nach Erez fahren, wenn sie von uns mitgerissen würden. Heute noch steht uns und ihnen der Weg offen, bald sind unsere Massen so von innen und außen zermürbt, daß alle Hoffnungen ins Nichts zerfallen werden. Hier kann nur die Jugend helfen. Hier muß die im letzten J.St. von Marcus so dringend, mit Recht geforderte Einreihung der Jugendbünde in die Bbr. Bbr.! Ärzte und Zahnärzte! Ich bitte Euch, in allen geeigneten Fällen das billige (Codein phosph. 0,01; Acetylsal., Phenacetin aa 0,25; Nuc. Colae Standard. 0,05) zu verordnen, das in folgenden Arzneiverordnungsbüchern Aufnahme gefunden hat: Groß-Berliner Arzneiverordnungsbuch, Arzneiverordnungsbuch der Deutschen Arzneimittelkommission, Anleitung z. wirtschaftl. Arzneiverordnung f. d. Krankenkassenpraxis, Arzneiverordnungsbuch für Baden, Arzneiverordnungsbuch des Wohlfahrtsamtes Breslau, Deutsches Arzneibuch und amtl. Arzneitaxe i. d. ärztl. Krankenkassenpraxis d. Pr. Schleswig-Holstein, Hamburger Verordnungsbuch usw. 0.-P. 10 Tabl. im Verkauf i. d. Apotheken 0.64 RM O.-P. 20 Tab!, im Verkauf i. d. Apotheken 1.05 RM Ärztemuster und Literatur auf Wunsch LEO BLOCH i-Fa. Dr. Hugo Nadelmann STETTIN 239

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