Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 29 (1932)
- Issue
- Heft 8 (September 1932)
- Date
- 1932-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 36)
- Language
- German
- Belongs to
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Aus dem Kartell. Eine Verbindung, wie sie sein soll. Wir haben in letzter Zeit davon abgesehen, Semesterberichte unserer Verbindungen abzudrucken, weil wir zu der Ueberzeugung gekommen waren, daß der Abdruck sich nicht lohnt. Ein wirkliches Bild der Arbeit zu vermft. teln, was eigentlich ihr Sinn gewesen wäre, ist unseren Bundesbrüdern mit diesen Berichten in letzter Zeit selten oder ganlicht gelungen. Um so lieber drucken wir nachstehend den Bericht der Frankfurter Verbindung über das vergangene Semester ab, weil er uns wirklich eine außerordentlich konzentrierte und klare Darstellung dessen, was im vergangenen Semester in der Verbindung geleistet worden ist, zu enthalten scheint. Darüber hinaus glauben wir, daß das gesamte Kartell aus diesen Berichten sehr viel lernen kann. Sie sind endlich einmal die praktische Widerlegung der 'Theorie von der Unvereinbarkeit, von Innen- und Außenaxbeit ohne Schädi-! gung des Zusammenhanges unter den Bundesbrüdern und der Arbeitskraft der Verbindung. Sie zeigen, daß, wenn unsere Bundesbrüder sich nur voll für die Verbindung und die zionistische Arbeit einsetzen, nicht nur für das KJV„ sondern für den deutschen Zionismus ein ungeheurer Fortschritt erzielt v/erden kann. Es ist bei uns nicht üblich, für geleistete Arbeit besonders zu danken. Aber wir glauben doch, daß es angebracht ist, unseren Frankfurter Bundesbrüdern für das Vorbild, das sie uns gegeben haben, unseren Dank auszusprechen. Die nachstehend abgedruckten Berichte setzen sich aus einem Bericht, der an Alte Herren gegangen ist, und einem ausführlicheren, den das Präsidium erhalten hat, zusammen. Das Präsidium. * . Lieber Bundesbruder, wir möchten Dir heute einen kurzen Semesterbericht der VJSt. Saronia ' geben. Wir begannen das Semester mit 19 Aktiven (8 a.B.t 2 B. mit Generaldispens, 9 Füxe). Der Antrittskonvent wählte zu Chargierten die Bundesbrüder Fritz Saalberg, Simon Bamberger und Hans Maiheus Müller; zun; Fuxmajor wurde Bbr. Walter Eichelberg gewählt. Unsere Aufgaben erblickten wir in der Durchfuhrung einer intensiven 'Keilarbeit, der Erziehungsarbeit und, worauf wir besonderen Wert legten, der Außenarbeit. Wir erzielten 15 Aktivmeldungen (13 Rezeptionen). Von sehr guter Wf* kung war eine Werbeveranstaltung, bei der Bbr. Kurt Blumenfeld zuge£*-'n war und das Referat hielt. Die Hauptveranstaltung des Semesters bildete ein Geschichtskurs: nk,n Gang durch die jüdische Geschichte" (6 Abende, 14 tägig), der von Bbr. Kar' Guggenheim und Bbr. Paul Gottschalk geleitet wurde. An den dazwischenliegenden Abenden referierten Bbr. Walter EichelSerg über „Das ProbK"--' des neuen deutschen Nationalismus", Bbr. Simon Bamberger über: tPc* jüdische Selbsthaß", Bbr. Fritz Saalberg über: „Die Zukunft einer Illusion 226