Mannheim
Compact Memory

Der jüdische Student · 1932-09-01 · Heft 8 (September 1932) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Student
Volume
29 (1932)
Issue
Heft 8 (September 1932)
Date
1932-09-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
98% known words query
IRI
…/3537599-3537829-3537836--8426-3546487
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

der Zahlungen zugesichert, der größte Teil (20) von ihnen hat auch inzwischen wieder gezahlt. 3 Herren, «die noch als Bbr. Bbr. in den Listen geführt wurden, teilten uns mit, daß sie seit längerer Zeit aus dem Kartell ausgeschieden seien. 4 Bbr. Bbr. sind jetzt im Zusammenhang mit der Arbeit der Keren Hajessod- Kommission aus dem Kartell ausgetreten. Von den 190 Nicht-Keren Hajessod-Zahlern haben 38 noch nie eine Zeichnung oder Zahlung geleistet. Das Material ist leider noch längst nicht erschöpft; es gibt noch eine viel zu große Zahl von KJV.ern, die von uns erst in Zukunft erfaßt werden müssen. Es muß festgestellt werden, daß ein nicht geringer Teil der schlechten K. H.-Zeichner auch uninteressierte KJV.er sind. Viele von denen, die sich um K. H.-Leistungen drücken, zahlen z, B. auch keine Präsidial-Beiträge, Allgemein muß gesagt werden, daß die bbr. Disziplin, soweit sie sich in Beantwortung von Briefen und in Reaktion auf die Arbeit einer Kartell-Instanz beweist, zu wünschen übrig läßt. Viele Bbr. Bbr. haben unsere Briefe erst nach Wochen, sehr viele überhaupt erst, nachdem wir ihnen mit dem Ausschluß gedroht haben, beantwortet. Eine ganze Anzahl empfand unsere Aufforderung, obwohl doch die vielen Kartelltagsbeschlüsse und besonders der Beschluß des letzten Kartelltags eindeutig genug sind, geradezu als persönliche Beleidigung. Einige KJV.er, die entweder überhaupt nicht reagiert haben oder deren Antworten der Kommission als durchaus ungenügend erschienen, wurden dem Präsidium zum Ausschluß vorgeschlagen. Das Präsidium hat demgemäß beschlossen, folgende Bbr. Bbr. wegen Nichteinhaltnug ihrer. Keren Hajessod- Verp^ichtung aus den Listen des Kartells zu streichen: Dr. Carl Lippmann - Berlin, Dr. Alfred Mannheim - Landsberg, R. ~ A. Nathan Moses - Karlsruhe, Dr. Hugo Oelsner - Breslau, Otto Rothschild * Rüdesheim, R.~A. Arthur Zwirn ~ Berlin. Das Präsidium hofft zuversichtlich, daß diejenigen Bundesbrüder, die ihr« Keren Hajessod-Angelegenheit noch immer nicht ins Reine gebracht haben nunmehr Veranlassung nehmen werden, sich unverzüglich mit der Vertrauens kommission des Kartells in Verbindung zu setzen. Die Tatsache, daß e KJV.er gibt, die sich ihren zionistischen Pflichten entziehen, diskreditiert nich nur das Kartell, sondern bedeutet in einer Reihe von deutschen Orten auc eine schwere Schädigung und Gefährdung der ganzen zionistischen Arbei Es ist hier nicht der Ort, um über die Arbeit des Keren Hajessod in Palä stina und seine Bedeutung gerade in einer Zeit des Aufblühens und der En/ faltung der Privatwirtschaft ausführlich zu sprechen. In aller Kürze saber gesagt, daß auf der soeben beendeten Sitzung des Aktionskomitees d Vertreter aller Richtungen im Zionismus sich darin einig waren, daß d Arbeit für unsere nationalen Fonds fortgesetzt und verstärkt werden muß, ui daß auch die weitere Entwicklung der privaten Wirtschaft in Palästina se' wesentlich davon abhängt, daß das nationale Kapital wie bisher so auch Zukunft der privaten Initiative Schrittmacherdienste leistet und den W bereitet. |

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.