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Der jüdische Student · 1932-09-01 · Heft 8 (September 1932) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
29 (1932)
Issue
Heft 8 (September 1932)
Date
1932-09-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Von der Arbeit der Keren HajessodKommission des Kartells Jüdischer Verbindungen, Im Gefühl seiner zionistischen Verantwortung hat der letzte Kartelltag in seiner Schlußsitzung sich auch mit der Frage der. Keren Hajessod Arbeit im KJV. befaßt und unter Hinweis auf das Kartellstatut n<ö*ch einmal ausdrücklich festgestellt, daß jeder KJV.er unbedingt verpflichtet ist, sich alljährlich gemäß der Keren Hajessod Ordnung der ZVfD. zugunsten des Keren Hajessod zu besteuern. Gleichzeitig hat der Kartelltag eine Vertrauenskommission, bestehend aus den Bundesbrüdern Herlitz, Salli Hirsch und Heinrich Strauß eingesetzt, die den Auftrag erhielt, die Keren Hajessod-Leistungen aller KJV.er nachzuprüfen und energisch gegen diejenigen Bundesbrüder vorzugehen die ihre Pflichten gegenüber dem Keren Hajessod vernachlässigen. Bei der Wahl der Kommission durch den KT, gab es eine kleine Debatte über deren Kompetenzen, und die vorgeschlagenen Mitglieder der Kommission erklärten sich zur Annahme des Amtes erst bereit, nachdem der Präside Paul Hirsch namens des neugev/ählten Präsidiums ausdrücklich erklärt hatte, daß das Präsidium diejenigen KJV.er, die zu einer Erfüllung ihrer Keren Hajessod- Pflichten nicht zu bewegen sind, auf Antrag der Kommission unweigerlich aus den Listen das Kartells streichen werde. Die Vertrauenskommission begann kurz nach dem Kartelltag ihre Tätigkeit mit einer ausgedehnten Briefaktion an Bundesbrüder im ganzen Reich. Vom Juni ab übernahm ein vorübergehend aus Palästina hergekommener Bundesbruder eine Besuchsaktion in Berlin und führte außerdem in Zusammenarbeit mit der Kommission die begonnene Korrespondenz weiter. Ferner wurden wir von der Keren Hajessod-Kommission des Bezirksverbandes Hessen und von einer Anzahl Bbr. Bbr. im Reich in unserer Arbeit unterstützt. So konnten während der 434 Monate seit dem letzten Kartelltag 190 Bbr. Bbr. bearbeitet werden. 245 Briefe wurden versandt und über 80 Hausbesuche gemacht. Das finanzielle Ergebnis unserer Arbeit kann in Anbetracht der bekanntlich außerordentlich schlimmen Wirtschaftslage noch als relativ günstig angesehen werden. Wir erhielten Neuzeichnungen, bezw. Zeichnungserhöhungen im Betrage von RM 3000.—. 86 Bbr. Bbr. wiesen uns nach, daß sie aas wirtschaftlichen Gründen augenblicklich zu keinen Keren Hajessod-Leistungen imstande sind. Aus dieser Korrespondenz erhielt die Kommission den Eindruck, daß eine große Anzahl unserer Bbr. Bbr. sich tatsächlich zurzeit in einer schweren wirtschaftlichen Notlage befindet. Allerdings haben eine Reihe dieser Bbr. Bbr. auch in den Zeiten, als es ihnen noch besser ging, ihre Verpflichtung dem Keren Hajessod gegenüber nicht erfüllt. Es ist bedauerlich, daß sie damals vom Kartell nicht schärfer angefaßt worden sind. Unter den bearbeiteten Bbr. Bbr. befand sich auch eine ganze Anzahl, die wohl Zeichnungen abgegeben haben, in letzter Zeit aber trotz Mahnungen des Keren Hajessod keine Zahlungen mehr geleistet haben. 26 von diesen haben uns die Wiederaufnahme

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