Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 29 (1932)
- Issue
- Heft 6-7 (Juli 1932)
- Date
- 1932-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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- Geisa 2× ep/1044602
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HVsbisHVsUhr: Mittagspause 19 Uhr: 21 Uhr: Donnerstag, 8 Uhr: 9 Uhr: 131/* Uhr: Nachmittags: den Anschließend Fortsetzung der Aussprache. Abendessen. Neschef. 4. August Frühstück Sportkämpfe auf dem Sportplatz. Mittagessen. Schwimmen und Schluß des Camps. Für die Teilnahme am Camp wird ein Pauschalpreis von RM 6.— bei Benutzung des Massenquartiers und von RM 8.50 bei Benutzung eines Einzelqaartiers berechnet, in dem sämtliche Kosten für den Aufenthalt in Geisa von Dienstagmittag bis Donnerstagmittag einschließlich enthalten sind. Meldungen von Campteilnehmern erbitten wir,. sofern sie nicht bei den aktiven Bundesbrüdern durch die Verbindungen selbst geschehen, bis zum 30. Juli an das Büro des Präsidiums. Wir bitten alle Bundesbrüder, insbesondere die Alten Herren, am Camp teilzunehmen und hoffen, daß die in der Nähe von Geisa wohnenden Bundesbrüder vollzählig in Geisa erscheinen werden. Ueber die Notwendigkeit, gerade in dieser Zeit durch das Camp ein Zusammentreffen der Bundesbrüder zu schaffen, ist genug geschrieben worden. Das Präsidium erwartet vom Camps entscheidende Impulse für unsere Arbeit. Hoffen wir, daß durch gemeinsame Arbeit dieser notwendige Erfolg erzielt wird! Von Konrad Jacob y. Im Mittelpunkt der Diskussion des Camps wird die Aussprache über das Referat „Unsere zionistische Haltung in dieser Zeit" stehen. Wir haben dieses Thema gewählt, weil wir der Ansicht sind, daß wir in dieser für uns alle schweren Zeit alle die uns bewegenden grundsätzlichen Probleme unserer Einstellung und unseres Lebens neu prüfen und diskutieren müssen. In der Wahl unseres Themas ist aber auch zugleich eingeschlossen die Anschauimg, daß wir im Grunde im KJV. zu nichts anderem erziehen können, als zu zionistischer Haltung, die sich dann im Leben bewähren soll. Zionistische Haltung begreift in sich den Gesamtkomplex unseres Verhaltens gegenüber der jüdischen und nichtjüdischen Umwelt. Wie wirkt nun die schwere wirtschaftliche und politische Krise, in der wir als Juden in Deutschland, und wohl fast überall in der Welt außer Palästina, leben, auf uns? Wie reagieren wir in unserem täglichen Leben auf diese Situation? Welche Konsequenzen sollten wir aus ihr ziehen, und welche Aufgaben müssen wir uns als Zionisten und KJVer stellen? Wenn ich heute zu diesen Fragen Stellung nehme, so vermeide ich es bewußt, auf eine Analyse dieser Zeit einzugehen. Vielzuviel wird dieser Sachverhalt mehr oder minder richtig, mehr oder minder gründlich und umfassend in unserem Kreise diskutiert. Wir werden zu einer klaren und abwägenden Beurteilung unserer Zeit und der in ihr herrschenden Strömungen politischer und geistiger Art doch heute nicht kommen können, weil uns dazu der Abstand fehlt, von dem aus wir ein klares Bild gewinnen. Eine solche; eingehende Das Präsidium. 162