Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 29 (1932)
- Issue
- Heft 4 (Mai 1932)
- Date
- 1932-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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am Fisher. ciraf von Hans Katschkc. heodor Herzls „Palais Bourbon" finden wir eine Charakteristik Poinci Jtes das war nicht Sache dieses Staatsmannes, das unterschied ihn von JJ -eisten anderen Deputierten. Poincare ist bei Herzt der Kleinarbeiter, der! rrig-cn, von anderen gemiedenen Aufgaben annahm und sie mit eiserner Sei] Grtr.dl:dikeit und unendlichem Fleiß losen lernte. Die Eigenschaften, dkl s^rrrerj tote Journalist Herzl dem noch lebenden französischen Politiker zusdul im: heute noch auszeichnen, erinnern uns an Bertram Fisher. Eiserne Seil Gründlichkeit und unendlicher Fleiß: das waren auch seine Eigenschaften. jung kam er in den Ruder-V. J. St., und es dauerte nicht fange, da wajl ic in diesem Kreise und blieb es viele Jahre, der Aktivste aller Aktiven. S| >:in machte diesen scheinbar schwächlichen Menschen zum sportlichen Votll Verbindung. Bewunderung löste es bei uns aus, wie er jede Aufgabe, ditl löste, oicht spielend, nicht sprunghaft und nicht genial, sondern zähe Schrhij : englisch und gründlich. Er war einer der ersten, die bei uns hebräisch lernil :e rieht die Kenntnis der Sprache, das Lesen und Sprecherl/ ihm lag an ihr! isn Erfassen, er wollte ihr Leben fühlen und ihren Geist ergründen. Lac nid:, da unterrichtete er in unserem Kreise selbst die Sprache. Seine Artj .errens ist nur ein Beispiel für die Art, wie er sonst arbeitete ~ Sera, das war für ihn nicht nur Bekenntnis und Ziel, nicht nur Erfüllung! 61t u0!ich an uns herantraten. Bertram Fisher suchte und fand im Zionisml z uud neue Aufgaben. Er hatte um sich einen engeren Kreis gesammelt, seil :. die sich wöchentlich einmal bei ihm zusammenfand. Und jedesmal übet Üesea Kreis mit einer Fülle neuer Gedanken, Aufgaben und Probleme, dicif tsr harte. Da war es kein Wunder, daß seine Leibfamilie immer größer wuiij iirh mehr als die Hälfte der Verbindung zählte. I!* and wir andern, die wir nicht seiner Leibfamilie angehörten, liebten und fx| r~ ihr., hebten ihn vor allem seines Humors wegen. Humor: das bedeutet niiil cr^eh, das ist die Fähigkeit, über den Dingen stehend sie zu meistern. Hufltfi ietrten Endes Weisheit. Mit diesem Humor hat uns Bertram Fisher unstf| crraönt. Eenclgung seiner Studien erst zog sich Bertram Fisher aus der aktiven ArM r,£ und Präsidium zurück, wie er sagte, um medizinisch was zu werden, ir Zu. uns zurückgekehrt. Nur wenige wußten, daß ihn eine tückische Kranl'j h£:ie, die diesen frohen, aufrechten Menschen ins Mark traf und zerstört j r^esiiek hat den Verfall beschleunigt. ie?~V. J. St. verliert in ihm fast einen Vater, das Kartell seine beste Arbeit*' j enisreus seinen pflichtbewußtesten Mann.