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Der jüdische Student · 1932-03-01 · Heft 3 (März 1932) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
29 (1932)
Issue
Heft 3 (März 1932)
Date
1932-03-01
Page
[Seite] (sequence 25)
Language
German
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mit einem Majoritätsbeschluß, Unter diesen Umständen hat das Präsidium beschlossen, seinen Vorschlag zurückzuziehen. Dr. Grünfelder: Wir Palästinenser arbeiten für Euch und Ihr für uns. Aber Ihr kennt nicht unsere Lage in Palästina. Leider Gottes sind in den letzten Jahren durch Tod und Wegzug die Stützen der Zionisten, die au» Deutschland gekommen waren," aus Palästina abgezogen. Wir haben auf Grund unserer Erziehung als K.J.V.cr ein Werk mit geschaffen, das sich sehen lassen kann. Ich als Palästinenser verlange von Euch, daß Ihr uns einmal nicht im Stiche laßt, daß Ihr mithelft, eine Arbeit, die durch 30 Jahre geleistet worden ist, zu erhalten und vor allem die Zahl der deutschen Zionisten, die vor dem Kriege nach Palästina gekommen sind, nicht um einer, ~zigen zu verringern. Es handelt sich hier um gar keine Frage von Renta': — m. E. ist es die erste sichere Einnahmequelle, die das K.J.V wirklic bt hat und haben wird — sondern der Erhaltung eines Bundesbruders Rosenberg: Es sollen sich aus dem Kreist 3br. diejenigen zusammenfinden, die persönlich Interesse nehmen wollt.. :i dieser Sache. So läßt sich eine Möglickeit finden, durch einen Ueberbriickungskredit, möglichst mit dem Recht einer Option, die Farm aus ihren augenblicklichen Schwierigkeiten herauszubringen. Rosenblüth: Der K.T. muß, wenn er nicht in der Lage ist, den Kauf des Projekts zu beschließen, doch in einer das neue Präsidium bindenden Form erklären, daß von ihm alles getan werden muß, um die Aufrechterhaltung dieser Besitzung am Tiberiassee zu gewährleisten, vielleicht in Verbindung mit der Leitung der Z.V.f.D. Lichtheim: Es kann nie die Rede davon sein, daß das K.J.V. jemals eine wirtschaftliche Kolonisation in Palästina durchführen kann. Alles, was kolonisatorische Angelegenheit ist in Palästina, ist so teuer, daß unsere Kräfte nie dazu ausreichen werden. Wozu sie aber sehr wohl reichen, das ist eine Farm am Tiberiassee, die fertig dasteht, wo ein größeres Wohnhaus, ein Garten, 2 Pflanzungen vorhanden sind. Auf Vorschlag Blumenfelds wird nunmehr der S. 95 Nr. 8 agbedruckte Beschluß gefaßt. Darauf wird über die übrigen Anträge abgestimmt. Ueber den S c h e k e 1a n t r a g entspinnt sich folgende Debatte: Katschke verliest folgenden Antrag der Kommission: Der K.T. stellt fest, daß nach dem Kartellstatut die Zugehörigkeit zum KIV vom dritten Semester an zur Zugehörigkeit zur zionistischen Organisation und also auch zum Kauf des Schekels verpflichtet. Sache der revisionistischen Bbr. Bbr. wird es sein, bei einer Aenderung des derzeitigen Zustandes im Verhältnis der zionistischen Organisation zur Weltunion der Zionisten-Revisionisten neue Anträge zu stellen. Löwenstein: In der Kommission wurde dieser Antrag 5 zu 3 angenommen. Ich habe das Recht, im Namen der 3 unsere abweichende Formulierung vorzubringen. Niemand weiß, v/ie die Dinge sich gestalten werden, °b die Revisionisten in der Z.O. bleiben werden oder nicht. Für die revisionistischen Bbr. besteht dadurch ein Gewissenskonflikt. Ich glaube, daß es aicht notwendig ist, heute Bbr. unter Umständen zum Austritt zu zwingen, 87

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