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Der jüdische Student · 1932-03-01 · Heft 3 (März 1932) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
29 (1932)
Issue
Heft 3 (März 1932)
Date
1932-03-01
Page
[Seite] (sequence 18)
Language
German
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heißt, daß es nur eine lose, verwaltungstechnische Verbindung zwischen den einzelnen Verbindungen herstellen soll. Das lehnen wir ab. Das Kartell will einen besonderen Bund darstellen. Wer sich auf diese Gemeinsamkeit einstellt und diese Bindung zum Kartell eingeht, kann Mitglied sein. Das K.J.V. ist keine Bürogemeinschaft, sondern ein Kartell! E g e r (Kadimah, Berlin): Ich möchte mich vor allem dagegen wenden, als eb wir das Sprachrohr einer Bewegung wären, die vor 10 Jahren Bedeutung hatte, und ihre Fortsetzung sein wollen. Es ist doch möglich, daß wir genau in der gleiche Weise das für richtig halten, was jene damals als richtig erkannt hatten und umgekehrt. Wenn man immer noch auf dem Schlagwort herumreitet, daß der Schekel das Instrument des jüdischen Volkes ist, so wenden wir von unserem staatszionistischen Standpunkt aus dagegen ein, daß das vielleicht nicht mehr so ist. Es kann doch der Fall eintreten, daß eine große zionistische Vereinigung nicht mehr imstande ist, Mitglied der zionistischen Organisationen zu bleiben. Was wird geschehen, wenn die Zionistische Organisation gezwungen wird, die Revisionisten auszuschließen? Werdet Ihr uns dann auch noch zwingen wollen, in der Zionistischen Organisation zu bleiben? Wenn Menschen aus ihrer inneren zionistischen Ueberzeugung heraus sagen: wir müssen einen anderen Weg gehen, so darf man diese Menschen nicht zwingen« thr anzugehören und den Schekel zu nehmen, weil das vor Jahren die Grundlage war. Der Zionismus ist als solcher eine Mar zu verstehende Idee und kann vollkommen die Grundlage für die Arbeit des K.J.V. sein. Auch wenn es einmal 2 Organisationen geben sollte, muß das K.J.V. dasselbe sein wie früher. Ich werfe Euch vor, daß Ihr einen Zustand, der sich noch in der Schwebe befindet, festnageln wollt. Das K.J.V. darf nicht früher sprechen als die Zionistische Organisation und Revisionistische Union. Ich glaube, daß es durchaus möglich ist, daß die Mitglieder der Z.O. und, wenn es die geben wird, die der Revisionistischen Organisation gemeinsam kämpfen können gegen die Assimilation. Ich würde mich freuen, wenn die Stimmung gegen die Revisionisten, die ich spüre, im Kartell ib. der Minderheit bleibt und man Rechnung trägt den immensen Schwierigleiten, in denen wir uns alle befinden. Kanowitz: Ich kann verstehen, wenn Eger sagt, wir haben nicht zu entscheiden, wer die Schechinah bekommen wird. Wir müssen auch ' vor werdenden Dingen Respekt haben. Wir könnten die Diskussion anders fuhren, wenn wir wüßten, es ist ein Gewissenskonflikt und nicht der Widerstand einer Gruppe von Menschen, die nicht K.J.Ver werden wollen. Ich akzeptiere Euren Begriff des Staatszionismus und möchte darlegen, was wir unter Staatszionismus verstehen. Zum Staatszionismus gehört die Kraft, in esnem großen organisierten Ganzen zu leben. Wer diese Kraft nicht in sich spürt, vergeht sich an dem Wort, wenn er es dauernd im Munde führt. Was Ihr hiertreibt, ist Anarchie und meilenweit entfernt von Staatszionismus. Mas K.J.V. kann ohne Kadimah existieren, schwerer schon die Kadimah ohne das K.J.V., denn das große Ganze hat mehr politischen Sinn als die sekferende Gruppe. Ich kann nicht zulassen, daß Ihr es für Euch in Anspruch aaehmt, den wahren Zionismus zu vertreten. Was sich heute hier abgespielt üat, war nicht der Versuch, den Revisionismus zu exkommunizieren, sondern m

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