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Der jüdische Student · 1932-02-01 · Heft 2 (Februar 1932) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
29 (1932)
Issue
Heft 2 (Februar 1932)
Date
1932-02-01
Page
[Seite] (sequence 18)
Language
German
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Iiruder ist dort als ehrenamtlicher Mitarbeiter bekannt, Grade dieser Bundes- Bruder ist eine wertvolle Stütze des Berufsressorts und es ist klar, daß wir weitaus bessere Arbeitsmöglichkeiten in unserem Ressort hätten, wenn noch mehr Bundesbrüder sich dem Arbeitsamt zur Verfügung stellen wurden. Von der ideellen Seite dieser. Tätigkeit braudien wir wohl im Rahmen dieser Zeitschrift nicht zu sprechen- Vielleicht genügt dieser Hinweis, damit noch einige Bundesbrüder, die über gute Beziehungen verfügen, mitarbeiten. Weiter wollen wir eine rege Korrespondenz mit all den Bundesbrüdern führen, die auf Grund ihrer Stellung im besonderen Maße die Möglichkeit der Unterbringung von Bundesbrüdern haben. Wir sind zwar bisher schon oft an diese Bundesbrüder herangetreten, aber wir können es ihnen heute erst recht nicht ersparen, wir bitten um Verständnis und um bundesbrüderliche Handlungsweise. Wir wollen« auch entweder selbst oder durch Vermittlung von geeigneten Bundesbrüdern an Außenstehende herantreten, um auf diesem Wege möglichst aus erster Hand von offenen Stellen zu erfahren. Ganz besonderes Interesse werden wir der Unterbringung von Bundesbrüdern in Palästina widmen, müssen. Und es ist sicher auch eine Folge der bei uns außerordentlich labil gewordenen Verhältnisse, daß sich unsere Menschen in stärkerem Maße für die Uebersiedlung nach Palästina interessieren. Wir werden auch nicht darum herumkommen, in Zukunft mehr Berufsberatung auszuüben, falls wir darum angegangen werden. In diesem Sinne ist es wichtig, auch etwas Arbeitsmarktbeobachtung zu pflegen. Hierzu und um unser Netz, das sich eigentlich bisher in der Hauptsache auf Berlin konzentriert, auszudehnen, werden wir in den größeren jüdischen Zentren Vertrauensleute bitten, uns laufend über Möglichkeiten zu orientieren, j Zu 2} Die Fachgruppen, das sind Zusammenschlüsse von Bundesbrüdern gleicher Fachrichtung zwecks gegenseitiger Unterstützung, sind .eine notwendige Dezentralisation des Berufsressorts, nicht nur um unabhängiger zu sein von dem hie und da wohl nicht vermeidbaren Wechsel' in der Besetzung des Berufsressorts, sondern um auch in den Fachgruppenleitern für die einzelnen Gebiete Berater zur Verfügung zu haben. Ein wesentlicher Teil der Stellenvermittlungsarbeit wird sich in Zukunft bei den Fachgruppen konzentrieren müssen, schon allein deshalb, weil m. E. die wesentliche Arbeit eines Berufsressortleiters nicht darin besteht, die laufende Büroarbeit, also Beantwortung von Anfragen etc. zu übernehmen, sondern durch Besuche und Rücksprachen mit Bundesbrüdern, Nicht-Bundesbrüdern, mit Verbänden und Organisationen neue- Verbindungen anzuknüpfen. Es existieren eine medizinische, eine juristische und eine kaufmännische und Volkswirtefachgruppe. Für die Ingenieure und Chemiker ist keine eigene Fachgruppe gebildet worden, sondern wir haben alle Bundesbrüder gebeten, als Einzelne dem Verband Jüdischer Ingenieure und Chemiker in Deutschland, Berlin SW19, Lindenstr. 48/50 beizutreten, da wir Berufsangelegenheiten dieser Fachgruppe in den meisten Fällen über den Verband laufen lassen (dessen Vorsitzender unser Bbr. Dr. Simon Nathan ist). Die Fachgruppen* arbeit funktioniert heute noch nicht so, wie es wohl wünschenswert wäre, aber 52

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