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Der jüdische Student · 1932-02-01 · Heft 2 (Februar 1932) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Student
Volume
29 (1932)
Issue
Heft 2 (Februar 1932)
Date
1932-02-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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liehe Verbindungen in der Provinz nach ihren eigenen Mitteilungen auf Ueberweisungen angewiesen sind. Wenn trotz intensiver Arbeit des Ueberweisungsressorts und trotz sorgfältiger Vorbereitung, die im letzten Semester eine Korrespondenz mit etwa 80—100 Bundesbrüdern umfaßte, die Ergebnisse der Arbeit schlecht waren, so darf man sich dadurch nicht enmutigen lassen. Es ist eine Frage der Erziehung, wie weit Ueberweisungen befolgt werden. Da die Mehrzahl der Bundesbrüder noch Objekte unserer Erziehungsarbeit sind, kann notwendiger Weise der Erfolg nicht vollständig sein. Der Schwerpunkt der Ueberweisungsarbeit liegt demnach in den Verbindungen, bei den Chargierten, dem Fux Major, dem B. C. Da wir sagen zu dürfen glauben, daß das Ueberweisungsrenat in organisatorischer Hinsicht nichts versäumt hat, ist der schlechte Erfolg der Arbeit ein direkter Maßstab für den Erfolg unserer Bemühungen um die Erziehung unserer Bundesbrüder, Besserung schafft keine neue Ideologie, die diese unangenehme Prüfung unseres zionistischen Ernstes „abschaffen** will, Besserung kann nur kommen, wenn jeder in seiner Verbindung und bei sich anfängt, hier eine Aenderung in der Einstellung herbeizuführen« Das Ueberweisungsressort wird auch jetzt wieder die Arbeit fortsetzen und vertraut dabei auf die zionistische Haltung der Bundesbrüder. Franz Brüll. Propaganda. . Ihr wollt einen peinlich verlegenen Bericht lesen? Nehmt diesen! Aber vergeßt nicht: Die Objekte des Berichtes seid Ihr. Mein Ressort wurde erst im November geschaffen. Knapp 4 Monate brauchte ich um festzustellen, daß fast alle Verbindungen ohne eigene Initiative für jeden Schritt der zu tun ist? genaue Anweisungen erwarten, und daß ein Schriftwechsel im besten Falle zu Versprechungen, im allgemeinen aber nur zur Begründung von Unterlassungen führt. Der Leiter des Propaganda- Ressorts müßte von Rechts wegen 1 Jahr von Ort zu Ort fahren, um sich Menschen und Apparat zu schaffen, die auf Anhieb funktionieren. Denn so muß es sein, wenn im Lauf weniger Monate Unternehmung auf Unternehmung eingeleitet werden soll, damit eine Anzahl zum Erfolg führen. Ich werde in Zukunft meine Methode ändern müssen. Ein Plan für Vi Jahr wird aufzustellen und zu verwirklichen sein. Bitte helft mir, durch Kritik und Disziplin. Lieber aber einmal Fehler machen als nichts tun! Ein eigenes Problem ist Berlin. Hier muß das K.J.V. bei der beginnenden Reorganisation der B.Z.V. eingesetzt werden. Dies ist im Gange, und der Znsammenhang mit ihr ist durch meine Mitarbeit in der B.Z.V. gesichert. . Ich hoffe, daß es dabei auch gelingen wird, der Altherrenschaft neue Impulse zu geben. 47

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