Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 29 (1932)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1932)
- Date
- 1932-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 36)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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§ 34. Anträge werden auf die Tagesordnung gesetzt, wenn sie mindestens sechs Wochen vor dem Kartelltag beim Präsidium eingehen. Zur Stellung von Kartelltag-An trägen sind berechtigt: 1. das Präsidium, 2. die Kartellorganisationen, 3- 30 Bundesbrüder. Das Präsidium, * Präsidialreisen Am 12. November vorigen Jahres besuchten der Kartellpräside Egon Rosenberg und Bbr. Hans Klee im Auftrag des Präsidiums Breslau. Die beiden Verbindungen „Hasmonaea" und „Zephirah" hatten gemeinsam mit dem Bezirksverband und dem Altherrenbund der „Zephirah" einen großen Konvent veranstaltet, der von den Verbindungen vollzählig, aber erfreulicherweise auch von einer besonders großen Zahl Alter Herren besucht war. Bbr. Klee berichtete über die Arbeit des Präsidiums, in der im gegenwärtigen Moment selbstverständlich die Arbeit des Berufsressorts und die Maßnahmen für wirtschaftliche Hilfe (Ivria-Bank, K.J.V.-Genossenschaft) eine besondere Rolle, spielen. Klee ging dann besonders ausführlich auf die durch den Austritt der Revisionisten aus der Z.V.f.D. geschaffene Lage und die daraus entstandenen Schwierigkeiten für das Kartell ein. Seitens der „Hasmonaea" beteiligten sich die Bbr.Bbr. Königshöfer, Markiewiez, Andorn und Berger, seitens der „Zephirah" Steinitz, Becker, Weiner und Zadik an der Debatte. Es wurden alle schwebenden Fragen der beiden Verbindungen eingehend besprochen. Sodann erstattete Bbr. Egon Rosenberg Bericht über die Altherrenarbeit. Er trat für das Eigenleben der Verbindungen ein, die jedoch nach außen in unbedingter Einheit zusammenstehen müßten. Die Sonderheiten dürften sich nicht zu Störungen des zionistischen Lebens auswachsen. Er regt die Schaffung einer Stelle bei der Altherrenschaft an, die bei Meinungsverschiedenheiten vermitteln solle. Im Anschluß an diesen Konvent fand noch eine Reihe interne Einzelbesprechungen über wichtige Spezialfragen statt. ZEITSCHRIFTEN „Zeitschrift für die Geschichte der hat man die Empfindung für jüdische Joden in Deutschland." Heft 2/3, Kulturwerte vielfach verloren. Es Jahrgang 3. finden sich zwar noch einige nützliche und sympathische Rückstände, bald Die jüdische Geschichtswissenschaft dem Scntiment entstammend (jüdische kann man unter den Wissenschaften <(Kunsr)< bald dem Ressentiment - wie die Juden unter den Völkern (Apologie)i aber ursprüngliche und - dahin charakterisieren, daß sie in zeugungskräftige Kulturleistungen könder Oeffentlichkeit, je nach der ArneQ yon daher nicht mßnr kommen_ tung des Aufnehmenden, Aergernis. Im allgemeinen stehen die führenden Kopfschütteln oder Zuneigung erdeutsch-jüdischen Kreise außer aller wec^ct* Fühlung mit jüdischen Kulturwerten In deutsch-jüdischen Kreisen, sonst und fühlen sich, wo diese Auftreten, für Kulturwerte recht empfänglich, ärgerlich beunruhigt. *34