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Der jüdische Student · 1932-01-01 · Heft 1 (Januar 1932) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Student
Volume
29 (1932)
Issue
Heft 1 (Januar 1932)
Date
1932-01-01
Page
[Seite] (sequence 14)
Language
German
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Heute bereits wirkt in Palästina als Tatsache eine wachsende Siedlung freier jüdischer Menschen, die in sich den jüdischen Volksgenius tragen. Aber über diese einfachen Möglichkeiten hinaus, die in dem Faktum jüdischer Siedlung an sich liegen, trägt das jüdische Palästina bereits wesentliche Züge, die Ansätze zur Schaffung einer neuen gerechteren Gemeinschaft sein können. Der Jüdische Nationalfonds mit seinem nationalen Bodenbesitz ist eine einzigartige Grundlage für die soziale Gestaltung eines großen Teiles des jüdischen Palästina- Das Genossenschaftswesen in seiner besonderen Eigenart, der man mit dem landläufigen Wort „sozialistisch." oder „kommunistisch" nur sehr unvollkommen gerecht wird, ist mit seinem Gemeinschaftsgeist vielleicht bereits der Beginn einer zukunftsreichen Gemeinschaftsform. All dies ist noch jung, ist noch unklar, ja man kann vielleicht kaum von mehr als von Tastversuchen sprechen, — und dennoch handelt es sich um einen verheißungsvollen Anfang, da dahinter ein starker, zielbewußter Wille steht. Daß diese Aufgabe der Schaffung einer gerechten jüdischen Gemeinschaft eine besondere Komplizierung durch die Araberfrage erfährt, ist eine Tragik; gleichzeitig aber ist es ein Prüfstein für die innere Wahrhaftigkeit aller jüdischen Gemeinschaftsbestrebungen, in welcher Weise man an das arabische Problem herangeht. Merkwürdig, merkwürdig! Von Irvin Fisher. Wirklich schade, daß im Titel schlecht sichtbar zu machen ist, wie die Ueberschrift durch ein resigniertes Schütteln des Kopfes nachdrücklich unterstrichen wird. Es gibt sicher vieles im Kartell, was beides verdiente; wir bemühen uns, über manches hinwegzusehen, da kein Kopf für diese Ausmaße an Schütteiei stabil genug wäre. Und doch hat der als merkwürdig befundene Anlaß dieser Zeilen die ganz besondere Merkwürdigkeit, daß es in unserem Kartell damit gegen die Regel sich anders verhält als extra muros und, so gern man auch hier wieder wegsehen möchte, einem doch besagtes Kopfschütteln abzwingt. Es fiel mir alles andere als leicht, diesen Artikel zustande zu bringen, denn so verschiedenes kommt zusammen, und in sonstigen, wie besonders jetzigen Zeiten war und ist es nicht angenehm, zum Thema „Sport im Kartell" — das Wort zu ergreifen. Schon die Ueberschrift machte zu schaffen. „Kartell und Sport" oder „Sport im Kartell" oder, wie man auch die beiden Begriffe zusammenbringen will, sie nehmen sich so wunderlich nebeneinander oder gar, in Verbindung gesetzt, zueinander aus, daß einem vor lähmendem Entsetzen der „Füll" entfiel. Dazu die augenblickliche zionistische und anderweitige Situation, die auch nicht der gegebene Zeitpunkt zu sein scheint, diese Frage anzuschneiden, aber das Kartell hat nun einmal diese unglückliche Liebe — d. h. nein, unglücklich wohl, aber Liebe verführt zu der Mißdeutung von der Spur 12

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