Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 28 (1931)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1931)
- Date
- 1931-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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sere Bimdesbrüder mit den wesentlichsten Einwänden unserer Gegner, wie der Kommunisten, der nichtzionistischen Sozialisten, der Assimilanten und der Agudah, bekannt. Als Form dieses Kurses hatten wir den debating club gewählt. Es wurde uns gezeigt, wie man die Gegenargumente aufs Wirksamste widerlegt, und wir glauben, daß uns diese Ausbildung in der künftigen Keilarbeit zugute kommen wird. Die Fuxenstunde für Tendenz, die von Bbr. Foerder zweistündig gehalten wurde, behandelte die Geschichte der zionistischen Bewegung von ihren Anfangen bis auf die neueren Ereignisse; es hat sich nämlich im Laufe des Semesters gezei^i, daß dieses Stoffgebiet am geeignetsten ist, und daß man von ihm ausgehend, sich reichlich mit den einzelnen Grundideen unserer Ideologie beschäftigen kann. Die Komment-Fuxenstunde, wöchentlich einstundig von Bbr. Hayek gehalten, gab nach einer Einführung in den allgemeinen und studentischen Komment eine Darstellung der Kartell- und Verbindungsgeschichte. Sie beschäftigte sich dann ausführlicher mit den Tendenzen der anderen jüdischen Kartelle, um auch so unsere jungen Bundesbrüder für die Keilarbeit zu schulen. Die Ergebnisse beider Fuxenstunden waren, soweit man dies jetzt schon übersehen kann, durchaus befriedigend. Keilveranstaltungen fanden, wie bei uns üblich, in Form von Teeabenden bei Alten Herren statt. Es sprachen bei diesen Veranstaltungen u. a. Bbr. Seidenberg über „Antisemitismus — Palästinaaufbau". An einem anderen Abend unterhielt man sich unter Leitung von A.H. h. c. Dr. Lux über das Problem „Zionistische Verbindung". Wir hatten drei Aktivmeldungen zu verzeichnen, die sämtlich genehmigt werden konnten. Die Namen ikr reu aufgenommenen Bundesbrüder sind:. Herbert Teichner stud. med. Stefan Laszlo stud. thedl Hans Meyer stud. pharm Wenn die Zahl der Aktivmiidungen nicht dem Aufwand an Mine entsprochen hat, so liegt das wohl wesentlich an den für uns besonders ungünstigen Breslauer Verhältsissen. Von unseren gesellschaftlichen Veranstaltungen wären besondens hervorzuheben eine Lag b'Omer- und eine Herzl-Feiev. Häufig fandex oiiizieWc und inoii'iziells Ausflüge statt, die zum Teil der Vorbereitusg unserer Tanzstunde für das WS. dienten. Wir gedenken das Semestec mit einer Schlußkneipe in größerem Gahmen abzuschließen. Unser Sportbetrieb, der wöchentlich einmal stattfand, litt anfanfs unter der schon eingangs skizzierten ungünstigen numerischen Zusammensetzung der Verbindung während im Laufe des Semesters die Beteili^mg stärker wurde. Aus denselben Grünifen ließ sich auch kein einheitlicher hebräischer Betrieb durchführen. Die Bundesbrüder besuchten dafür die Kurse der hiesigen Sprachschule. Unter erfreulicher Beteiligung gerade der jüngeren Bundesbrüder wurde die K.K.L.-Arbait verhältnismäßig erfolgreich durchgeführt. Wir leerten Büchsen, führtenLM.I.-Taschen und halfen auch bei efer Büroarbeit, Einen großen Teil der Vorbereitungsarbeiten zum Sommerässt des K.K.L. haben wir übernommen} und durchger führt. Wir betätigtem uns auch im Kartenverkauf, bei dm Darbietungen und hatten ein Ve&aufszelt übernommen. Unsere Arbeit in der Ortsgruppe beschränkte sich auf den Besuch der Veranstaltungen und Keiferdienste bei 239