Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 28 (1931)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1931)
- Date
- 1931-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Nachmittags 4 Uhr; 1, Keilarbeit. Referat von Bbr. Franz Brüll, Berlin. 2. Gruppenbesprechungen über die nächsten praktischen Aufgaben- Abends K»9 Uhr: Gemeinsamer Neshew. Montag, den 2, August, früh 8—10 Uhr: Ueberweisungsbesprechung. Vormittags 10 X> bis 12% Uhr; Im Freibad in der Spree Schwimmkonkurrenzexiw Nachmittags lAZ bis 6 Uhr: Sportwettkämpfe. Abends 7 Uhr Schluß des Camps. Bemerkungen: 1. Das Campbüro ist ab Freitag, den 31. Juli, vormittags 10 Uhr geöffnet.. Die Bundesbrüder treffen sich bereits Freitag und Sonnabend. 2. Das Programm des Sonntags ist so gedacht, daß alle Referate mit Ausnahme des grundlegenden von Bbr. Marcus, Kurzreferate sind, so daß genügend Zeit zur Diskussion bleibt. Die Gruppenbesprechungen sollen so stattfinden, daß die anwesenden Bundesbrüder, in örtliche Bezirke eingeteilt, über die- Lage der zionistischen Ortsgruppen speziell der zionistischen Propaganda in. ihren Bezirken berichten und zu praktischen Vorschlägen für die bevorstehende zionistische Winterarbeit kommen. 3. Die Einzelheiten des Sportprogramms werden den Verbindungen noch mitgeteilt, ebenso Fahrtverbindungen, Fahrpreise und technische Einzelheiten^ 4. Die Verpflegung auf dem Camp ist koscher. Wir erwarten alle Aktiven und möglichst viele Alte Herren. * Groß-Gaglow ist die erste jüdische Siedlung. Erst Ende Juni fand unter Teilnahme aller größeren jüdischen Organisationen die Grundsteinlegung statt. Mit Hilfe eines Darlehns der jüdischen Gemeinde ist das Gut Groß-Gaglow von der Jüdischen Landarbeits - G. m. b. H.. im vorigen Jahre erworben worden. Der Grundstein zum ersten Siedlerhaus: der jüdisch-gärtnerischen und landwirtschaftlichen Kolonie, die auf dem Gelände des Gutes geplant ist, stellt die erste Etappe in der Durchführung einesvom Reichsbund für jüdische Siedlung in Deutschland propagierten Programmsdar, deutsche Juden auf deutschem Boden mit staatlicher Siedlungshilfe seßhaft zu machen. Dieser Versuch von führenden Kreisen der deutschen Judenheit alier Richtungen verdient auch in unseren Kreisen große Beachtung. Sicherlich wird das Camp unseren Bundesbrüdern gerade unter diesem Gesichtspunkt mancherlei Anregung geben. Mitte Juli. Der Kongreß tagt noch, während diese Zeilen in Druck gehen. Das; Ergebnis ist noch nicht zu übersehen. Jedenfalls wissen wir, daß Weizmana endgültig das Amt niedergelegt hat. Mit der Demission Weizmanns ist ein Abschnitt zionistischer Politik beendet. Wir K.J.V.er, denen er als Alter Herr h. c. besonders verbunden ist, können jetzt vielleicht schon mehr sine ira et studio als die politische zionistische Welt seine Tätigkeit und Bedeutung als jüdischer Staatsmann würdigen. Wie auch immer man seine Politik bewerten mag, so müssen 218 '