Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 28 (1931)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1931)
- Date
- 1931-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 52)
- Language
- German
- Belongs to
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brüder daran zu erinnern, daß Zionist sein heute mehr bedeutet als theoretische Erkenntnis und feierliches Bekenntnis, daß im Zeichen der Verwirklichung des Palästinawerkes wertvoll für die Bewegung nur diejenigen Anhänger sind, die etwas leisten, und daß das K.J.V. den Ehrenplatz im deutschen Zionismus in einer Zeit nicht verlieren darf, wo Bewährung durch die Tat das Entscheidende geworden ist. Das Präsidium sollte sich daher nicht damit begnügen, den Kartelltagsbeschluß im J.St. zu veröffentlichen, sondern sich darüber hinaus schriftlich an alle Bundesbrüder wenden, die auf der schwarzen Liste des Keren Hajessod stehen und ihnen allen noch einmal eine letzte Chance geben. Bei vielen ist es sicherlich nur Nachlässigkeit, wenn sie bisher ihren Pflichten nicht nachgekommen sind. Den anderen freilich, bei denen es sich herausstellen sollte, * daß sie sich lieber aus dem K.J.V. ausschließen lassen, als in angemessener Weise Keren Hajessod zu zahlen, wird niemand nachtrauern, und sie sollen dem Kartelltagbeschluß entsprechend am 1. Oktober aus unseren Listen gestrichen werden. Man wird ihre Namen in der Oktober-Nummer des J.St. publizieren, damit ein K.J.V.er nicht Gefahr läuft, sie nach dem 1. Oktober noch als Bundesbrüder zu behandeln. Dr. Martin Rosenblüth. Ressort-Verteilung Egon Rosenberg, Hei: - Gerling, Hans Anton W o 1 f f, Paul Hirsch, Hermann Tumbowsky, Joseph Obstfeld, Walter K a t s c h k e , Franz Brüll, Rudolf Spiewkowsky, z. Zt. verreist Leon Chitzes, Theo Epstein. Hans Klee, Präside Vizepräside und Erziehung Palästina Altherren- und Berufsressort Finanzen J.St.-Redaktion Keilressort und Ueberweisungen Ressort Berlin Aeußeres und Hochschulressort Zur Keilarbeit Die Ergebnisse der Keilarbeit sind, soweit sie bisher bekanntgeworden sind, recht gut. So berichtet Frankfurt a. M. von 13 Aktivmeldungen, die zu 12 Rezeptionen führten; Freiburg 6 Aktivmeldungen; Heidelberg 13; Dan» zig 5; Kadimah-Berfin 13 undMaccabaea-Berlin 4 Aktivmeldungen. Dabei rechnen alle diese Verbindungen mit weiteren Erfolgen in der Keilarbeit. Diese Zahlen sind ein Beweis dafür, daß unsere Keilarbeit sehr aussichtsreich ist, wenn sich nur die einzelnen Bundesbrüder energisch darum bemühen. Alle Verbindungen müssen also die größten Anstrengungen machen, um ein möglichst gutes Gesamtergebnis herbeizuführen. 204