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Der jüdische Student · 1931-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1931) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
28 (1931)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1931)
Date
1931-05-01
Page
[Seite] (sequence 36)
Language
German
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seiner Söhne keinesfalls aus eigenem Antrieb. Der König drängte auf Aufnahme der Bauarbeiten, und da Hiel keine anderen menschlichen Wesen auftreiben konnte, die sich für die Stadt opfern wollten, blieb ihm nichts anderes übrig, als seine eigenen Kinder zu töten und unter den Fundamenten zu begraben. Diese Mauern wurden jetzt zu einem kleinen Teile von Mr. Garstang bloßgelegt, sie erreichen teilweise eine Höhe von 80 Fuß und ziehen sich in doppelter Ausführung parallel im Halbkreise um Jericho. Die Breite der Mauerfunde erreicht bei der Außenmauer 6 Fuß und bei der Innenmauer 12 Fuß,, wobei der Zwischenraum mit, Feldsteinen ausgeschüttet war. Das Mauerwerk als solches war auf Felsenboden aufgesetzt, den Mauersockel bildeten enorme Steinblöcke, während die höheren Mauerteile und die Zinnen aus Ziegeln bestanden. Jedenfalls vereinten die Mauern von Jericho in ihrer Konstruktion die letzten technischen Errungenschaften der Befestigungskunst der damaligen Epoche und erschienen für Menschenhand als uneinnehmbar. Dr. Hans-Eberhard Meißel (im Berl. Börsen-Courier}. ♦ Palästmareise Haifa, 1. Mai 1931. Mein Vorschlag zur Veranstaltung billiger Palästmareisen für junge Studenten fand außer Zustimmung auch Gegnerschaft, wie ich aus dem letzten „J.St." ersehe. Dem Aufsatz von Max Hecker stimme ich voll und ganz zu — aber er * trifft nicht das, was mein Vorschlag bezweckt. Ich wollte jungen Leuten, die sich vielleicht in einigen Jahren unter Entbehrungen 500 RM. zusammensparen können, den Weg zeigen, wie sie mit diesem Minimalbetrag eine Reise nach Erez Israel ausführen können. Die Erwiderung von Herbert Mordechai Hurwitz trifft meinen Vorschlag, den sie in einem drollig-verbitterten Ton, aber nicht zutreffend,, kritisiert. Diese Kritik zwingt mich, die Geduld der Leser noch einmal in Anspruch zu nehmen. Was ich mitgeteilt habe, ist auf Erfahrungen meiner Freunde und verschiedener neueingewanderter junger Leute begründet, wie ich sie häufig in meinem Hause für einige Zeit zu Gaste habe. Ich bin gern bereit, jedem jungen Studenten hier ein benutzbares Bett nachzuweisen, das pro Nacht nicht mehr als 1 RM. kostet. Das Zimmer muß natürlich dann mit einem Kameraden geteilt werden: Schfeja, Ben Schemen und verschiedene Internate bei Schulen nehmen Wanderer in freundlicher Weise auf und berechnen für Unterkunft und volle Verpflegung nur etwa 8 Piaster 1,60 RM. Daß seibstzubereiteter Tee billiger ist als solcher, den man in der Teestube bestellt, weiß ich aus längjähriger eigener Reiseerfahrung. Auch in bezug auf das Abendessen will ich vorkommendenfalls gern den Beweis meiner Angabe antreten. Daß man von Berlin bis Triest nicht fasten soll, ist durchaus zutreffend. Daß man aber für 20 RM. eine vollkommen ausreichende volle Verpflegung auf der Seereise erhalten kann, darüber kann jeder Chaluz, der im Zwischendeck auf „Adria" oder „Carnaro" gereist ist, Auskunft geben. Ferner ist 188

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