Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 28 (1931)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1931)
- Date
- 1931-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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will, macht das Parlament aktionsunfähig. Wie unsinnig ist es, ünmer wieder den Majoritätsgedanken zu betonen. Anders handelten Benneschund Masaryk, die bis 1918 geschwiegen haben, obgleich sie schon damals aahen Machtapparat hinter sich hatten. So und nicht anders macht man PolHk. Der Zionismus hat eine pädagogische Funktion: das jüdische $/blk zu einer großen organisatorischen Aufgabe zu erziehen. Hierbei handelt es sich um ein Problem von Generationen, um einen langen und mühsamen Weg. Aber, um mit Pinsker zu sprechen: „Dem tausendjährigen Wanderer darf Sein noch so langer Weg zu lang sein." Lichtenberg (A.H. Kadimah): Der Weg des Revisionisniis ist nicht der Bequemere, sondern der unendlich Schwierigere? Die Politik Weizmann's befindet sich in einer Sackgasse und hat nichts mehr mit dem Herzischen Zionismus zu tun, der heute von dem Revisionismus vertreten wird. Auch Herzl hat man entgegengerufen, daß er ein Utopist sei. Schlesinger (Maccabaea): Weil die Bewegung für einige Jahre stagnierte, hat sich der Revisionismus aus der schweren Alltagsarbeit des Aufbaus in eine Utopie geflüchtet. Es ist sehr einfach, sich die Verwirklimung derart leicht zu machen. Der Revisionismus hat im Verhältnis zu dem Sozialismus an dem Aufbau wenig geleistet und durch sein dauerndes Entgegentreten gegen die wirklich arbeitenden Gruppen in Palästina nur Schaden angecimtet. Jaboünsky selbst feiert Trumpeldor als den Gründer des Hechaluz. Hetüa bekämpfen Jabotinskys Anhänger, im Brith Trumpeldor organisiert, das Lebenswerk Trumpeldors: den Hechaluz. Rubin stein (Maccabaea): Was mich in der letzten Zeit smr beängstigt nat, ist nicht so sehr die Sache des Revisionismus selbst, als sjane Methode, die vorhandenen Gegenkräfte durch große Worte, wie Judensfeat, zu bekämpfen. Was bedeuten Ideen, hinter denen keine Realitäten sttehen? Wir können den Herzischen Zionismus nicht durchführen. Die Revisionisten negieren die historische Entwicklung. Hundert Juden nach Palästina zu bringen ist eine größere Realität, als den Judenstaat zu proklamieren. Motzkin (Maccabaea): Falsch ist die Behauptung, daß es nur auf uns ankommt und nicht auf die Außenkräfte wie England usw. Ich miß bestreiten, daß die Stärkung der Fonds und der Einwanderung allein genügt. Es gibt ein Beispiel, daß uns die Augen öffnen kann. Niemals war die wirtschaftliche Lage so gut als nach der Erweiterung der Jewish Agency. Nach aißen hin war -die Aktionsbasis für die Fonds im August 1929 erweitert. Und dann kamen die großen Unruhen in Palästina, die alles zerstörten. Mit der Verstärkung der Fonds usw. ist doch noch keine Sicherung gegeben. Es ist deshalb der Hinweis erforderlich, daß es nicht angeht, die Kräfte außerhalb von uns zu "bagatellisieren. Driesen (Kadimah): Wir erwarten vom Kongreß Zielsetzung des Zionismus. Es fehlt das, was die jüdische Jugend begeistern kann. Wir müssen ihr ein großes, übermenschliches Ziel vor Augen stellen. Rosenberg (Kadimah): Man darf das Programm nicht zu Mein stecken, -sonst ist keine Jugend zu gewinnen. Jeder Schritt von Herzl wegist verloren. 175