Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 28 (1931)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1931)
- Date
- 1931-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 57)
- Language
- German
- Belongs to
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mußten, die sich die nötige Erfahrung in der Arbeit erst erwerben mußten. So stand denn einer zahlreichen Fuxenkorona ein verhältnismäßig kleiner B.C. gegenüber, was besonders bei der Auswahl der Leibburschen Schwierigkeiten hervorrief. Dieser Uebelstand konnte erst im Laufe des Semesters durch eine Anzahl von Burschungen behoben werden. Zu vermerken ist, daß die Burschen- Prüfungen fast durchweg ein mehr als durchschnittliches Niveau an Kenntnissen zeigten. Trotz der oben geschilderten Schwierigkeit wurde versucht, die Burschenarbeit zu intensivieren. Im Burschenseminar wurden folgende Themen behandelt: 1. „Die jüdische Studentenschaft in Litauen" (Ref. Bbr. Negelew), 2. „Nationale Bewegung im Orient" (Ref. Bbr. Weinberg). Für das nächste Semester wurde ein Plan für die Systematisierung der Burschenarbeit mit Hilfe ständiger Arbeitsgemeinschaften mit bestimmten Aufgabenkreisen ausgearbeitet. An allgemeinen Veranstaltungen im Berichtssemester sind zu nennen: 1. Bbr. B. Angin-Paris: „Stellung des Revisionismus in der zionistischen Gedankenwelt", 2. Dr. O. Bernstein (Leiter der baltischen K.K.L.-Zentrale): »Die englische Labour Party, 3. Schub (Delegierter der Histadrut-Haowdim für Lettland): „Die im Jischuw herrschenden Stimmungen" (hebräisch); Aussprache über die Lage nach Publikation des Weißbuches (einleitendes Referat von Bbr. H. Srago), 5. Chefredakteur W. Latzky-Bertholdi: „Die wirtschaftliche Lage der Juden in Osteuropa und der Palästinaaufbau", 6. Redakteur Mosche Kohn-Kowno: „Nach der August-Session des A.C.", 7. Dr. S. Juris (Palästina): „Alltagsleben in Erez-Israel" (Aussprache), 8. Abg. J. Grünbaum-Warschau: „Die Stellung der radikalen Zdonisten nach Publikation des Weißbuches/* Die Hebraisierung wurde mit Hilfe der zahlreichen hebräisch vorgebildeten Bundesbrüder fortgesetztLeider standen die Resultate dieser Arbeit, in keinem Verhältnis zu den vorhandenen Möglichkeiten, Es wird eine der Hauptaufgaben des kommenden Semesters sein, hier energisch durchzugreifen. Die Fuxenarbeit wurde unter der bewährten Leitung des Fuxmajors geführt und vermittelte der Fuxenkorona eine solide zionistische Fundierung und lebhaftes Interesse für alle zionistischen Fragen, sei es praktischer oder prinzipieller Natur. Es war vor allem der Arbeitsfreudigkeit der Fuxkorona zu verdanken, daß der Hechawer in bezug auf seine Leistungen für den K.K.L. im Berichtssemester die erste Stelle in Riga einnehmen konnte. Auch sonst nahmen unsere Bundesbrüder an der zionistischen Arbeit regen Anteil. Auch am Leben der örtlichen Studentenschaft nahmen wir regen Anteil. So wurden zwei unserer Bundesbrüder in den Vorstand der jüdischen Studentenhilfskasse gewählt. Das Semester fand seinen Abschluß mit unserem 6. Stiftungsfest, zu dem wir wieder mehrere Bundesbrüder aus* Deutschland als unsere Gäste begrüßen konnten. Im Anschluß an den Festkonvent fand eine mehrtägige Tagung statt, auf der Bbr. B. Gurewitsch über Probleme der Kartellerziehung und mehrere andere Bundesbrüder über Probleme der palästinensischen Wirklichkeit referierten. Der Schlußkonvent wählte für das folgende Semester in den C.C.: J. Negelew Xi A. Ledtmann XX, J. Liwschin XXX, A. Weinberg F.M. 145