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Der jüdische Student · 1931-03-01 · Heft 3-4 (März 1931) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
28 (1931)
Issue
Heft 3-4 (März 1931)
Date
1931-03-01
Page
[Seite] (sequence 56)
Language
German
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daß die Bundesbrüder gern an den Veransta&ungen teilnahmen- Es ist im ganzas kein Grund zu besonderer Unzufrieäenheit vorhanden; aber jedenfalls konnte das Semester schon rein stinmungsmäßig nicht restlos befriedigen, wenn auch äußerlich alles „klappte*! Diesmal waren alle, besonders & Burschen, durch Studium und Exaaiiia zeitlich sehr belastet. Daraus aa&lärt es sich, daß — bis jetzt — nicht durch ständiges Zusammensani aller Bundesbrüder außerhalb der allerdings sehr zahlreichen Veransta%mgen ein derartig intimer Konnex anstandekam, daß sich aus ihm von selber Leibverhältnisse er- £ab€n- Bernhard Ka$. V.J.SL ,,3ferdania"-München, Wir hejpcanen unsere Arbeit mit 13 meist jüngeren Bundesbrüdern. Unsere eiste Aufgabe, die Keilarbeit, war durch die geringe Anzahl neuer jüdischer Studenten sowie die besonderen Münchener Verhältnisse äußerst eschwert. Wir hatten 3 Aktivmeldußpai, davon 2 Rezeptionen. Ein Erfolg dieses Semesters war der regelmäßig Besuch des Hebräischen durch die aktiven und die Mehrzahl der inaktisen Bundesbrüder. Der Burschenkus „Soziologie des Judentums*', den AH. Emrich leitete, faßte die VerbinHmg 14tägig zusammen. Ein weiterer systematischer Kurs für die Fussen setzte sich mit den aktuellen lSboblemen des Zionismus aus einander. Der Konnex wurde durch gemeinsame Skiferien und regelmäßige inoffzielle Abende, die durch starke BeteHgung der Bundesbrüder eine Diskussen der Verbindungsarbeit sowie politischer und soziologischer Probleme emoglichten, sehr gefordert. Die Verbindung beteiligte sich an den Veranstaltungen des jungzionistischen Arbeitskreises und der Z.O.G. Der Sport im Bar Kochba fand regelmäßig statt. Gegen Ende des Semesters gelang es, die Verbindung zu einem homogeneren Kreis zusammenzufassen; es ist nur zu bedauern, daß die überwiegende Mehrzahl der Bundesbrüder im nächsten Semester nicht hier studieren wird, so daß produktive Arbeit für das Sommersemester nur durch reichliche Neubesetzung garantiert werden kann. In unserem Burschenkurs beteiligte sich zur Mehrzahl die in diesem Semester hier gegründete jüdische Studentinnengruppe. J. Sdtmudiler X. & Bereloio XX, A. Segall XXX A Weinberg RM. VJ.SU „Hechawer"-Riga. Die offizielle Eröffnung des Semesters fand in Anwesenheit des Kartellpräsadenten Egon Rosenberg, für dessen Besuch wir nochmals herzlich danken, statt. Die Keilarbeit wies infolge der guten Vorbereitung während der Ferien erfreuliche Resultate auf; sie zeigte, daß der K.J.V.-Gedanke in Riga festen Fuß unter der Jugend aller Richtungen gefaßt hat. Viel trug zum Erfolge der Keilarbeit unsere unter der Redaktion von Bbr. Srago erschienene Sammelschrift „Hechawer" bei. Bereits auf dem Antrittskonvent konnte Bbr. Rosenberg 10 neue Bundesbrüder rezipieren. Insgesamt wurden im Laufe des Semesters 17 Füxe und 2 O.V.G. aufgenommen. Die Arbeit der Verbindung während des Semesters wurde sehr wesentlich durch die Tatsache beeinflußt, daß fast alle älteren Burschen aus der Tagesarbeit ausscheiden und durch jüngere Bundesbrüder ersetzt werden 144

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