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Der jüdische Student · 1931-03-01 · Heft 3-4 (März 1931) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
28 (1931)
Issue
Heft 3-4 (März 1931)
Date
1931-03-01
Page
[Seite] (sequence 44)
Language
German
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bindmgsabend in der Woche fand vierzsantägig mit der Mädchengruppe zusaicmen statt. Die neue Charge hat gleich ihre Arbefe auf die in diesem Augenblick wichtigste Aufgabe, nämlich das Hineinbiümgen der neuen Leute in die Verbindung, konzentriert, da die reinäußerÜkrhe Verbindungsarbeit, die für das Semester bereits festlag, kaum noch Arbeit erforderte. Es ist zu erwarten^ soweit dies mitten aus der Arbeit "heraus schon zu übersehen ist, daß <8ne aufgezeichneten Verbindungsprobkme bis zum Semesterende zum großen Teil gelost sein werden. An «einzelner Arbeit wurde folgendes geleisfcf& Den Haupt- und Mittelpunkt unseres Programms bildete die hebräische Arbeit. Der von den Berliner Verbindungen gemeinsam veranstaltete Abend gab eine gute Möglichkeit, über den raanen Lernbetrieb hinauszukommen und das in Kursen Erlernte lebendig zu gestalten und zu verwerten. Wir lernten auf diese Art viele Ibfcbräische Lieder und die Anfänger wurden, wenn auch in vorwiegend ipassiver Art, aus dem rein Philologischen in die Sprechtechnik übergeÄrt. Die Bundesbrüder arbeiteten in kleineren Zirkeln gemeinsam. Wir legten, um der ganzen Verbindungsar&eit einen Rahmen zu geben, vor jeJar Veranstaltung eine kurze Sichah ein. Der Fuxenkurs wurde sehr guit durchgeführt von Bbr. Chitzes und zwar war der Kurs auf Selbstarbeit ÄgestelH in der Weise, daß die einzelnen Teilnehmer abwechselnd ssEbst die Themen übernahmen- Es wunäe hier wohl die wertvollste Arbeit geleistet. Der allgemeine Verbindun^birs war zur Hälfte, soweit die Mäfchen daran teilnahmen, eine geschichtliche Arbeitsgemeinschaft, geleitet vom Hans Wolff, während der übrige Teil kein festes Programm hatte, sondern Experten hielten Vorträge über jeweils akute Themen, Während diese Abende vielleicht ein wenig unter der mangelnden Regelmäßigkeit litten, so hatten wir doch auch hier einige gute Veranstaltungen von El. Auerbach, Blumenfeld u. a. Außerdem fanden die Leibfamilien und einige Fahrten regelmäßig statt. Die Keilarbeit erbrachte bisher sieben Aktivmeldungen, von denen fünf Rezeptionen erfolgten; doch sind noch einige Aktivmeldungen zu erwarten, da wir bei reichlichem Keümaterial noch mitten in der Arbeit stehen. Anschließend sei noch einiges über die Arbeit mit unserer Mädchengruppe gesagt: Anfangs begannen wir mit einem ziemlich wahllos zusammengesetzten Kreis von Mädchen, aus dem sich im Laufe des Semesters ein. fester arbeitsfähiger Kern herausbildete. Die Beteiligung an den einzelnen Abenden betrug teilweise 20 bis 30 Mädchen, ein Zeichen dafür, wie wichtig diese Arbeit ist. Die Gruppe hatte für sich allein einen eigenen Kurs unter Leitung von Frau Blumenfeld und außerdem mit uns gemeinsam einen Geschichtskurs. Wir hatten absichtlich einen Geschichtskurs gewäblt {wenn der zwar auch der gewünschten Aktualität entbehrte), weil dies das neutralste Gebiet für eine Zusammenarbeit war, neutral insofern, als hier die rein wissensmäßigen Voraussetzungen bei Jungens und Mädchen einigermaßen die gleichen waren, was die Zusammenarbeit erleichterte. Im Augenblick und für die nächste Zukunft ist hierüber zu sagen, daß die Gruppe soweit konsolidiert ist, daß die Existenz gesichert ist. Es fehlt noch eine für den Fortbestand notwendige straffere Organisation, die aber von den Mädchen selbst im nächsten Semester durchgeführt wird. Die geeigneten Führerinnen hierfür sind bereits vorhanden. Zu der von ihnen erstrebten autonomen Gruppe 132

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