Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 28 (1931)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1931)
- Date
- 1931-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 42)
- Language
- German
- Belongs to
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Höre von je RM. 1000,— nehmen. Dk Z.VLD. übernahm Phönix gegenüber eine Ausfalls garantie für den Ee3I der Nichtzahlung von Prämien. Die fälligen Versicherungsbeträge sollen dann im Todes- oder Erlebensfall für die Rückzahlung benutzt wfflien. Es ist in der Tat gelungen, Vfl^cherungsanträge in dieser Hohe vor etwa einem Jahre zu beschaffen. TsEtzdem war es aus zwei Gründen nicBt möglich, das Projekt zu verwüBlichen. Einerseits ist es uns nicht gelingen, Kreditzusagen im Betrage von RM 100 000,— zu erhalten. Wir eifKalten vielmehr lediglich Zusagen für SM 46000,— (RM. 40000,— vom Phmix selbst und je RM. 3000,— von z\«e3 anderen Persönlichkeiten). AndesEseits fehlte es in Palästina an einaar einheitlichen Bearbeitung der gansan Angelegenheit. Die endgültige Liste der zu berücksichtigenden Chaluzrnv Aufstellung und Ueberprüfung ihr-es Wirtschaftsplanes erfolgten erst im Sommer vorigen Jahres, als Herr Blunanfek* sich in Palästina befand und nachdem Dr. Werner Senator alsanser Vertrauensmann nach seiner Uehssiedlung nach Palästina die Organiserung übernommen hatte. . 4. Als es so weit war, mußte zunächst im Hinblick auf das geringe zur Verfügung stehende Kapital der Zusdnß auf f 200,— bis 250,— pro Persar für neun Chaluzim herabgesetzt and danach bei der Auswahl der Mensdien, den eigenen Mitteln und der Esfolgschance bei Gewährung des geringen Betrages Rechnung getragen werdsn. Phönix kannte jedoch dieVersicheimgsanträge (auf Lebensversicherung ohne ärztliche Untersuchung) nicht mehr an, da zuviel Zeit zwischen der Ihterzeichnung des Antrages und der -Esalisierung des Projekts verstrichm war. Die Anträge mußten also sa-neuert werden. Bei dieser Gelegenheit haben sich zahlreiche Versicherungsnehmer infolge der veränderten wirtschaftlichen Lage oder aus anderen Gründen wieder von ihrer Verpflichtung zurückgezogen. Die Erneuerungsaktion hat neue Versicherungsanträge in Höhe von RM. 48000,— ergeben. Erforderlich sind jedoch RM. 70 000,—, so daß das Projekt heute nur verwirklicht werden kann, wenn etwa 22 Personen neu für die Versicherungsaktion gewonnen werden. Die Versicherung legt dem Versicherer Lasten von durchschnittlich RM. 7,— bis 8,— monatlich für die Dauer der Prämienzahlung auf. Es handelt sich um eine moralische Verpflichtung, von der wir uns nicht zurückziehen können. Man hat dem Chaluzim jahrelang Versprechungen gemacht, sie haben sich darauf verlassen, sie mahnen uns dauernd. Unser Ansehen leidet unter der Verzögerung ganz erheblich, und die Lage der Chaluzim ist verhängnisvoll. Im Vertrauen auf die zu gewährenden Kredite haben sie den Ausbau ihrer Wirtschaft begonnen, 'wird das Geld nicht ganz bald kommen; so werden sie sich nicht halten können'und überdies alle großen materiellen Schaden haben, ihre Ersparnisse werden verloren und sie selbst von Schulden überhäuft sein, und sie werden sich nicht im Lande halten können. Wir müssen also unbedingt die noch fehlenden 22 Versicherungen beschaffen SEMESTERBERICHTE DER VERBINDUNGEN V.J.St. „Kadimah"-Berlin. Die in den Ferien und Anfang des Semesters intensiv betriebene Keilarbeit hatte das erfreuliche Ergebnis, daß wir 5 Aktivierungsgesuchen stattgeben konnten. Aufgenommen wurden die Bbr.Bbr. Cegla, Korpin, 130