Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 28 (1931)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1931)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 39)
- Language
- German
- Belongs to
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Adreßbuch, Wir werden im nächsten Monat ein neues Adreßbuch des K, J.V. herausgeben. Wir bitten alle Bundesbrüder dringend, die das Jahresbuch nicht zu erhalten wünschen, uns dies umgehend mitzuteilen, damit wir richtig disponieren können. Der Preis wird etwa 3,— Mark sein. * Berufsressort: Die Mitteilung im letzten J.St., daß in Heidelberg eine Niederlassungsmöglichkeit für einen Kinderarzt bestehe, beruhte auf einem Mißverständnis. Arzt können Praxisräume zu sehr günstigen Bedingungen in Berlin W nachgewiesen werden. Bundesbruder, 30 Jahre, Dr. jur., repräsentativ, verhandlungsgewandt, erste wissenschaftliche und andere Referenzen, sucht Stellung als Syndikus in Administrationsbüro usw. per sofort. * Ansiedlungs-Versicherung, Als die Z.V.f.D. im vorigen Jahre beschloß, einen größeren Betrag aufzubringen, der einer Anzahl deutscher Chaluzim in Palästina — unter ihnen mehrere Bundesbrüder — als Kredit zur Förderung ihrer Ansiedlung nach vielen Jahren des Wartens und des Durchhaltens zur Verfügung gestellt werden sollte, haben sich etwa 100 Bundesbrüder an dieser Aktion durch die Zeichnung von Phönix-Lebensversicherungen im Betrage von durchschnittlich 1000 Mark, durch die der aufzubringende Kreditbetrag gesichert und den Darlehnsgebern zurückgezahlt werden sollte, beteiligt. Es war jedoch bei Abschluß dieser Versicherung nicht möglich, die Kolonisations-Angelegenheiten der Bewerber mit der erforderlichen Schnelligkeit zu regeln. Erst als sich Blumenfeld in Palästina befand, wurden die Siedlungs-Kandidaten ausgewählt und Werner Senator hat dann im Laufe der folgenden Monate alle Unterlagen bereitgestellt. Inzwischen ist ein Jahr seit Unterzeichnung der meisten Anträge vergangen und der Phönix verlangt, daß die Versicherungs-Antragssteller neue Anträge ausfüllen. Wir haben uns wiederholt an die Bundesbrüder gewandt und sie gebeten, diese Erneuerung der Anträge mit größter Beschleunigung zu erledigen. Leider hat bisher nur ein kleiner Teil der Bundesbrüder dieser Bitte entsprochen. Heute erreichen uns dringende Mahnrufe unserer Freunde aus Palästina. Sie haben ihre Hoffnung auf die Versicherungs-Kredite gesetzt und die Lage im Lande bietet keineswegs die Möglichkeit, neue Kreditquellen zu erschließen. Es ist jedoch unmöglich, die versprochene Kreditsumme hier aufzubringen, wenn nicht die als Sicherheit dienenden Versicherungen in genügender Höhe abgeschlossen sind. Wir wenden uns daher nochmals mit der dringenden Bitte an alle Bundesbrüder, die an der Aktion beteiligt sind, 38