Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 28 (1931)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1931)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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im Zwischendeck (den ganzen Tag und auch nachts kann man oben auf Deck zubringen) 80 RM, Verpflegung während der Seereise 20 RM 150 RM mal 2 300 RM. Uebernachten in einer Herberge (Zimmer mit 2 Betten) pro Person 1,— RM Frühstück; Tee auf Spirituskocher, dazu Brot und Obst 0,20 RM Mittag in einer Arbeiterküche 1,— RM Abendbrot wie Frühstück, dazu Eier, Käse usw. 0,40 RM Also Verpflegung pro Tag 2,60 RM Das macht für vier Wochen etwa 75 RM. Bleibt für Reisen und andere Ausgaben 125 RM. 300,— + 75,— + 125 — 500,— RM, nach Adam Riese. Und man braucht keinen Bundesbruder in Anspruch zu nehmen. Hermann Struck. Herr Rabbiner Dr. Rosenthal rettet die abend Modische Kultur Die Juden brauchen sich jetzt keine Sorgen mehr zu machen. Herr Rabbiner Dr. Rosenthal, Köln, hat neulich endgültig die abendländische Kultur gerettet. Vor wem wohl? Vielleicht vor der Arbeitslosigkeit, die sie zu vernichten droht? Oder vor den Giftgasen der großen Mächte? Weit gefehlt. Der Geist des Herrn Rabbiners schwebt in Höhen, in denen man so etwas übersieht. Vielleicht gar vor den — Juden? Schon näher, aber noch nicht ganz nahe. Herr Rabbiner Dr. Rosenthal hat nämlich die abendländische Kultur vor dem fff-Bolschewismus gerettet. Hat da vor einiger Zeit die „Gesellschaft zur Rettung der abendländischen Kultur" die erste Rettungsaktion im Berliner „Sportpalast" (Fassungsraum 13—15 000 Menschen) unternommen. Und Herr Dr. Rosenthal hat kräftig mitgeredet und mitgerettet. Es traten einige sanfte Gottesmänner auf. Und sie stellten einmütig fest: die abendländische Kultur, das ist das Christentum. Und der Bolschewismus: das ist der Antichrist. Leider, leider ist es dem Christentum nicht gelungen, die Welt von allen Uebeln zu befreien. Einige Kleinigkeiten, wie Krieg und Arbeitslosigkeit, sind noch übriggeblieben. Aber wenn es noch nicht einmal möglich war, die Welt mit Hilfe des Christentums zu erlösen, wie soll es da ohne Christentum gehen! 4