Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 27 (1930)
- Issue
- Heft 10-11 (November 1930)
- Date
- 1930-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Dazu kommt die Mischehe, von der Kahn mit Recht sagt, sie „zehrt von der Substanz der Juden, vor allem der deutschen Juden, das auf, was die Geburtenkontrolle übrig läßt". Die Ehen und Mischehen der Juden in Deutschland: Im Jahresateten c o davon iänner auen Mischehen gingen ein ndert 1 Ö 0) & *3 g schehenll durchschnitt heir *TJ 3 *"5 Männer Frauen S u M u CG von den von den 3 M *3 g w W o B 13 Männern Frauen < "o> V« Ö 0> 1901- -05 8540 4299 4241 58 381= 8,8 % 323= 7,6% 18 1906- -10 8857 4473 4384 89 513=11,3% 427= 9,6 °/o 24 1911— -15 7159 3690 3469 221 692=18,9% 473=13,6 % 36 1916- -20 8728 4507 4221 286 775 17,2% 590=14,2 % 34 1921- 25 10495 5487 5008 479 1129 20,6% 650=13,0% 41 1926 6747 3471 3276 195 815 23,2% 600=28,2 % 53 1927 6903 3758 3145 613 969 24,6% 536=16,1 % 54 1928 7570 3985 3585 400 1002 25,4% 602=16,8 % 53 Kahn unterscheidet bei der Auswertung dieser Statistik mit Recht zwischen statistischer und blutmäßiger Mischehe, weil, wenn eine Nichtjüdin vor der Ehe zum Judentum übertritt, diese Ehe statistisch eine jüdische, blutmäßig aber eine Mischehe ist, während umgekehrt die Ehe eines Getauften mit einer Jüdin statistisch als Mischehe, blutmäßig aber als jüdische Ehe angesprochen werden muß. „Unaufhörlich scheint die Mischehe zuzunehmen/' Zu Beginn des Jahrhunderts sei von zwölf heiratenden Juden einer eine Mischehe eingegangen, heute jeder vierte. Die Wirkungen der Mischehen sind katastrophal: die Kinder bleiben nur zu einem Viertel beim Judentum, und dieses Viertel sei aus gesellschaftlichen, nicht etwa aus biologischen Gründen geradezu jämmerlich gering. Jüdische Junggesellen und solche, die eine Mischehe eingehen, haben gemeinsam, daß sie zahlreiche Jüdinnen zur Ehelosigkeit verurteilen, weil der Anteil der Jüdinnen an den Mischehen geringer ist. Es fehlt ihnen der Partner. Schon die nächste Zeit — meint Kahn — muß, ohne den unwahrscheinlichen Fall der Masseneinwanderung, die Juden „einem ganz scharfen Auflösungsprozeß entgegenführen, und ihre Zahl von 564000 (Volkszählung von 1925) in wenigen Jahrzehnten dezimieren", (Kahn stellt in einer Anmerkung auf Seite 39/40 eine Hypothese über die jüdische Bevölkerungsent- 10