Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 27 (1930)
- Issue
- Heft 7-8 (August 1930)
- Date
- 1930-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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völlig in der Luft, solange nicht feststeht, ob es sich hier um eine Konkurrenz gegen die Iraq Petroleum Co. oder um einen englischen Versuch handelt, die Konzession dieser Gesellschaft unter rein englischem Einfluß zu bringen. Vorerst hat die Iraq Petroleum Co. noch nicht den Beweis erbracht, daß sie in der Lage sein wird, ihr Kapital zu verzinsen, wenn erst die Röhrenleitung nach Haifa, die Hafen- und Raffinierieanlagen fertiggestellt sein werden. Es ist alles eine Frage der Ergiebigkeit der bereits erbohrten Sonden und der noch vorhandenen Reserve. Denn der Bau einer solchen Röhrenleitung ist nur möglich, wenn die Reserven zur Lieferung großer Mengen Rohöl auf Jahrzehnte ausreichen. Der Beweis dafür ist, wie gesagt, noch nicht erbracht. Bis dahin ist an den Bau der großen Röhrenleitung von Mossul nach Haifa auch kaum zu denken. Schloß. * Intern — aber nicht nur intern! Der J.St. ist nun entschieden besser geworden, lebendiger — man kann ihn wieder lesen, auch mal so zwischendurch, um ein paar frische Eindrücke aufzunehmen, ihn erholsam genießen, wie eine Zigarette zwischen zwei Akten. Man steht nicht vor Mauern theoretisierender Abhandlungen, die zu erklettern keiner die Ruhe aufbringt, der auch noch anderes zu tun und zu lesen hat. Anständige, anregende Reportage, im besten Sinne. Immerhin sollte das Kartell nicht auch ein repräsentatives Organ brauchen, das der Welt um uns die Welt in uns zeigt? Nun soll aber der J.St. in der neuen Form auf den Kreis der Bundesbrüder beschränkt werden. Vielleicht läßt man daher wieder eine gute öffentliche Ausgabe unserer Kartell-Zeitschrift (zwei- oder dreimal im Jahr) erscheinen, wie einst den „Jüdischen Willen". Das könnte den J.St. an schwerem Geschütz entlasten und würde, gibt man den eigentlichen, internen, kurzweiligen J.St. in verkleinertem Format allmonatlich heraus, ihn noch stärker aktualisieren und den seelischen Kartellzusammenhang verlebendigen. Bruno Kirschner. Die Anregung Kirschners, neben dem internen J.St. von Zeit zu Zeit einen externen erscheinen zu lassen, der „der Welt um uns die Welt in uns zeigt", ist gut. Wir werden versuchen, sie zu erfüllen — vorausgesetzt, daß wir im Kartell Mitarbeiter finden, die es gestatten, ein wirklich „repräsentatives Organ" herauszugeben. Zunächst werden wir — voraussichtlich im Oktober — ein externes Heft herausbringen, das vor allem als Keilbroschüre dienen soll Schloß. 15