Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 27 (1930)
- Issue
- Heft 4-5 (Mai 1930)
- Date
- 1930-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 47)
- Language
- German
- Belongs to
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sämtliche Kartellorganisationen sich für sein Gelingen einsetzen und zu mindest die Aktivitas möglichst geschlossen erscheint. Um dies rein zeitlich zu ermöglichen, haben wir es an den. Schluß des Sommersemesters gelegt. Auch die Kosten der Beteiligung werden so gering gehalten sein, daß pekuniäre Gründe kein Hindernis zu bieten brauchen» Im übrigen werden die Verbindungen genau wie in den Vorjahren bei ihren Alten Herren gerade für ein solches Camp Verständnis und finanzielle Unterstützung finde n. Darüber hinaus würden wir uns freuen, wenn die Alten Herren selbst zahlreicher als früher an ihm teilnehmen würden. Für eine große Zahl von ihnen wird es sicher möglich sein, es in irgendeinem Zusammenhange mit der Sommerreise zu besuchen. Ueber die Ausgestaltung, das Programm, technische Einzelheiten usw.. werden Euch noch besondere Rundschreiben zugehen. Wir möchten nur noch betonen, daß wir kein Mittel kennen, das besser geeignet ist, einen festen persönlichen Zusammenhang zwischen den verschiedenen Bundesbrüdern und den verschiedenen Kreisen des Kartells zu schaffen. Daher erwarten wir von sämtlichen Kartellorganisationen, daß sie bereits von heute ab bei den Ihren für das Camp werben und alles tun» was sie von sich aus zu seiner Vorbereitung beitragen können. Von jedem einzelnen Bundesbruder erwarten wir, daß er es als festen Bestandteil in sein S o m m e r p r o g r a m m aufnimmt und ihm durch seine Teilnahme und Mitarbeit zu einem für die Arbeit des G e s a m t k a r t e 11 s fruchtbaren Verlaufe verhilft. Das Präsidium des K.J.V. * Zionistische Jugendarbeit Die im April in Berlin abgehaltene Jugendführerkonferenz aller zionistischen Bünde hat die Gründung eines zionistischen Jugendrats beschlossen, dem alle Bünde angehören sollen. Dieser Jugendrat ist in Berlin inzwischen zusammengetreten und hat einige Arbeiten in Angriff genommen, die in der Hoffnung berechtigen, daß es sich hier um eine lebensfähige, für die zionistische Jugendarbeit wertvolle Sache handelt. Seine Aufgabe ist eine doppelte. Einmal soll er durch Umfragen bei den Bünden und Ortsgruppen den Bestand an zionistischen Jugendlichen in Deutschland feststellen, in einer Kartothek zusammenfassen, und jeden Einzelnen in seinem zionistischen Werdegang verfolgen. Dadurch soll erreicht werden, daß diejenigen Menschen, die den Bünden entwachsen oder sonst nicht mehr organisiert sind, für die zionistische Arbeit erhalten bleiben. Die zweite Aufgabe ist, eine Zusammenarbeit der Jugendorganisationen auf den Gebieten, die sich dazu eignen, zu erreichen. Es soll auf diese Weise eine Systematisierung und Verbesserung der zionistischen Ausbildung, vor allem aber eine Annäherung der verschiedenen Gruppen herbeigeführt werden* Zu diesem f£