Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 27 (1930)
- Issue
- Heft 4-5 (Mai 1930)
- Date
- 1930-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 45)
- Language
- German
- Belongs to
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Zusammenfassend möchte ich sagen, daß der K.T. für mich die Bedeutung hat, daß nunmehr freie Bahn für sachliche Arbeit geschaffen ist. Wenn wir erkennen, daß es nur an uns liegt, wie die Verbindungen aussehen, werden wir uns davor hüten, von der Funktionslosigkeit des Kartells, von Langeweile, von Unbundesbrüderlichkeit zu reden. Unser Leben nach innen kann so reich sein, unsere Aufgaben in der zionistischen Welt sind so groß, daß Resignation nichts als Drückebergerei vor Verantwortung und Arbeit ist. Ich glaube daran, daß wir — eine Zelle in der großen nationalen Bewegung des jüdischen Volkes — unendliche Aufgaben und Möglichkeiten haben. Der erste Schritt zur Erfüllung ist die Bewährung in diesem nächsten Semester. Aufstieg oder Niedergang: es liegt allein in unserer Hand, in der Hand des aktiven Kartells. MUtellungen des PrSsidlmns iiiuiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiimiiiiimmu^ Die Anträge der Resolutions*Kommissfon In Ausführung des Kartelltagsbeschlusses, der das Präsidium ermächtigt hat, diejenigen Anträge, welche die Resolutionskommission angenommen hat, mit Wirkung bis zum nächsten K.T. in Kraft zu setzen, hat das Präsidium, nachdem der Vorsitzende der Resolutionskommission, Bbr. Ludwig Meyer, berichtet hat, zu den Anträgen folgende Stellung eingenommen: 1. Der von der Kommission in folgender Fassung angenommene Antrag der V.J.St. Kadimah, Berlin: „Jeder Fuchs hat sich während des L Semesters nach seiner Aufnahme einen Leibburschen zu wählen", wird angenommen und dem Erziehungsressort zur Durchführung übergeben. 2. Der von der V.J.St. Maccabaea, Berlin, gestellte Antrag: „Zum Burschenexamen kann ein Bundesbruder nur dann zugelassen werden, wenn er den Nachweis erbringt, daß er die von der Verbindung gebotenen Lernmöglichkeiten im Hebräischen wahrgenommen hat." Das Präsidium ist der Meinung, daß darüber hinaus vor der Inaktivierung ein selbständiges hebräisches Zwischenexamen stattfinden soll. Das Erziehungsressort wird beauftragt, Vorschläge in dieser Hinsicht vorzubereiten. 3. Der Antrag der V.J.St. Zephirah, Breslau, betreffend schriftlicher Burschenarbeit, wird vertagt, da das Präsidium der Meinung ist, diesen eng begrenzten Antrag nicht annehmen zu können. Es wird die Anregung weiter verarbeiten und hat dem Erziehungsressort den Auftrag gegeben, ein Programm für Burschenprüfungen vorzulegen. 4. Der Antrag der V.J.St. Maccabaea, Berlin, betreffend Ueberweisungsarbeit, wird als Material übernommen. 5. Der Antrag des Verbindungsrates Berlin wird abgelehnt. Angenommen wird lediglich folgendes: „Der Verbindungsrat Berlin ist das Organ der Berliner Verbindungen für ihre gemeinsamen Angelegenheiten. Er setzt sich zusammen aus den für die Erziehungsarbeit in den Verbindungen 45