Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 27 (1930)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1930)
- Date
- 1930-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 81)
- Language
- German
- Belongs to
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Kunst, Gemeindearbeit). Außerdem gelang es, einige zionistische Persönlichkeiten zu Vorträgen zu veranlassen. A. H. h. c. Prof. Dr. Täubler hielt einen dreistündigen Kurs über: Palästinabestrebungen im 16. Jahrhundert und in der neuesten Zeit, der unser zionistisches Blickfeld sehr erweitert hat. Martin Buber sprach in einer von uns organisierten Veranstaltung zum Gedächtnis von Franz Rosenzweig über die Abschnitte „Der leidende Knecht Gottes" aus dem Jesaja-Band seiner Schriftübertragung öffentlich in einem vollbesetzten Hörsaal der Universität. Unsere allgemein-zionistische Tätigkeit bestand in der Uebernahme der KKL-Arbeit; ferner arrangierten wir in Ermangelung einer hiesigen Ortsgruppe zusammen mit der Ivria, Freiburg, die Wahlen zum Jenaer Delegiertentag und entsandten einen Delegierten. Im ganzen hat dies Semester zur Konsolidierung der Heidelberger Verhältnisse sehr viel beigetragen und unsere geistige zionistische Entwicklung stark gefördert. Hermann Stransky X- V. J. St. „Kadimah"~Bonn. Die Verbindung bestand aus 4 Aktiven und 2 Inaktiven. Auf dem Antrittskonvent wurden die Chargen wie folgt besetzt: Rudi Mayer X, Philipp Vogel XX. Von der Besetzung der dritten Charge wurde Abstand genommen. Keilmöglichkeiten hatten wir infolge völligen Fehlens von Keilfüchsen nicht. Am regelmäßigen Verbindungsveranstaltungen fanden statt: Ein Kurs über aktuelle jüdische Fragen, zu dem die einzelnen Bundesbrüder Referate übernahmen; Schwimmen. Nicht zuletzt beteiligten wir uns rege an der Arbeit der wiedererstandenen Zionistischen Ortsgruppe und besuchten ihre Veranstaltungen, die in unserem Hause stattfanden. In besonders hohem Maße betrieben wir KKL-Arbeit und erreichten auch günstige Ergebnisse. Was unsere Aussichten für das kommende Semester betrifft, so sind wir auf den Ueberweisungsressort angewiesen. Sämtliche zurzeit in Bonn aktiven Bundesbrüder stehen unmittelbar oder doch nahe vor dem Examen. Ein Fortbestand der Verbindung wird nur dadurch gewährleistet, daß uns junge Burschen, die in der Lage sind, eine Charge zu übernehmen, zugewiesen werden. „Wir hoffen, daß dieser Appell nicht ungehört verhallen wird." R. Mayer X, Ph. Vogel XX. V. J. St. „Kadimah"- Berlin. Der Antrittskonvent wählte folgende Chargen: Ernst Moses X Willi W. Cegla XX, F. M. Robert Schiftan XXX Das Semester wurde wie immer mit einer Semesterantrittskneipe eröffnet, die unter starker Beteiligung des A. H. B. mit einer Eröffnungsrede unseres A. H. Emil Cohn stattfand. 81