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Der jüdische Student · 1929-11-01 · Heft 9 (November 1929) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
26 (1929)
Issue
Heft 9 (November 1929)
Date
1929-11-01
Page
[Seite] (sequence 31)
Language
German
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Mein Vorschlag geht nun dahin, eine Gruppe von 25—50 Bundesbrüdern zusammenzubringen, die auf kooperativen Grundlagen eine Orangerie durch allmähliche Einzahlungen erwerben wollen. Der Vorschlag unterscheidet sich von dem des Herrn Dr. Brünn dadurch, daß es sich nicht um eine Aktiengesellschaft, wo man Eigentümer einer Aktie ist, handelt; sondern um eine Gesellschaft, in der der einzelne Gesellschafter Eigentümer eines bestimmten Bodenkomplexes ist Derselbe wird auf des Eigentümers Namen im Grundbuch eingetragen und kann der einzelne Gesellschafter darüber frei verfügen. Gemeinschaftlich ist lediglich die Bewässerungsanlage, an der jeder, seiner Dunamzahl entsprechend, beteiligt ist. Ersparnis liegt in der gemeinschaftlichen Verwaltung und Bearbeitung. Dieser Vorschlag soll auch Bundesbrüdern mit geringen Mitteln die Möglichkeit geben, sich in Palästina Eigentum zu erwerben, um ihre baldige Ueberfahrt nach Palästina zu erleichtern. Die bei der letzten Tagung des K. J. V. geführten Diskussionen über Wirtschaftsarbeit und ihre Förderung sind der Anlaß zu diesem Vorschlag. An dem Projekt sind bereits einige Akademiker aus Jerusalem stark interessiert, die darin einen Weg für eine sichere Investierung ihres Geldes sehen. Ich bin gern bereit, weitere Informationen zu erteilen und bitte sich an Herrn Dr. B. Schoenfeld Chedera zu wenden. Resolutionen der Verbindungen. Zum Konflikt Lichiheim-Kanowite. Der Konvent der Maccabaea fordert alle zionistisch tätigen Bundesbrüder auf, dafür zu sorgen, daß der zionistische Meinungsaustausch von allen Instanzen und Gruppen in würdiger und sachlicher Form geführt wird. Er sieht sonst die Gefahr, daß sich immer weitere Kreise der zionistischen Jugend von zionistisch-politischer Betätigung abwenden. I. Der Konvent der Maccabaea bedauert, daß durch einen Präsiden des K, J. V. in die zionistische Auseinandersetzung ein Ton eingeführt worden ist, der bisher nicht geübt wurde und geeignet ist, die dringend erforderliche Zusammenarbeit aller Zionisten im Dienste der gemeinsamen Idee zu gefährden. Insbesondere hält er die verletzende und gehässige Kampfesweise der persönlichen Beschimpfung für unvereinbar mit der Stellung des Präsiden als Führer einer zionistischen Erziehung9gemeinschaft. Die Wirkung dieser Haltung des Präsiden auf das Kartell und die zionistische Oeffentlichkeit kann selbst durch einen vollen Widerruf nicht beseitigt, durch einen auf den Kreis der Bundesbrüder beschränkten, nur noch verschärft werden. II. Das Präsidium hat es in einem früheren Fall für richtig gehalten, sich zum Hüter des Niveaus der zionistischen Pressediskussion zu machen. Es hätte auch im Interesse der richtig verstandenen Erhaltung der Einheit 31

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