Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 26 (1929)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1929)
- Date
- 1929-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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der Woche zusammenkamen und ein bestimmtes Stoffgebiet durcharbeiteten (z. B. Zionismus und Sozialismus, Zionismus und Orthodoxie, Kongreßgeschichte) oder zusammen Bücher lasen (z. B. Holdheim). An größeren Veranstaltungen hatten wir Anfang Juni eine Bezirksverbandstagung, die sehr schön war, jedoch ihren Zweck, die alten Herren zur Verbindungsarbeit heranzuziehen, nur sehr teilweise erreichte. Wir hoffen durch die extensive Sommerarbeit Heidelberg zum erstenmal auch im Winter anständig besetzen zu können und einen guten Winterbetrieb durchführen zu können. Mit bundesbrüderlichem Gruß! V. J. St. Ivria Karl Nathan X. V. J. St „Hechawer" Rigö. Frühlingssemester 1929. I. K. J. V. Der letzte Kartelltag in Frankfurt beschloß die endgültige Aufnahme unserer Verbindung in das Kartell. Um unsere Verbindung auch weiterhin im Geiste des K. J. V. auszubauen, haben wir beschlossen, die äußeren Abzeichen einer studentischen Korporation, wie Deckel und Band, abzulegen. Einige äußerst korporativ eingestellte Bundesbrüder schieden aus diesem Grunde aus der Verbindung. Dadurch ist der Bestand bei uns einheitlicher geworden. Nun ist der Hechawer auch in organisationeller Beziehung den K. J. V.-Verbindungen gleichgestellt. Der persönliche Konnex mit den Bundesbrüdern aus dem Reiche ist in diesem Semester besonders gepflegt worden. Sieben unserer Bbr. Bbr. nahmen am 25jährigen Stiftungsfeste der V. J. St. „Maccabaeau Königsberg teil und hatten Gelegenheit, eine Verbindung mit alten K. J. V.¬ Traditionen kennenzulernen. Unsere Delegation auf dem Frankfurter Karteiltag, die aus vier Bbr. Bbr. bestand, hatte die Möglichkeit, mit den Bbr. Bbr. aus den verschiedenen Verbindungen in Beziehung zu treten. Mit dem Präsidium unterhielten wir einen regelmäßigen Briefwechsel. Außerdem gab uns der Besuch Bbr. B. Silbert vom Präsidium Anlaß zu einer Aussprache über K. J. V.er Dinge mit einer Information über die Lage im Kartell. Wir wären froh, zu unserem bevorstehenden fünfjährigen Stiftungsfeste, das wir vom 21.—24. September d. J. zu feiern beabsichtigen, mehrere Bundesbrüder aus verschiedenen Kartellorganisationen bei uns zu sehen. II. Verbindungsarbeit. Das Semester begann am Mittwoch, dem 16. Januar d. J. und schloß am Sonnabend, dem 11. Mai d. J. Während dieses Semesters fanden 17 Konvente, 22 Fuchsenstunden und zehn öffentliche Vortragsabende statt. Die letzten erfreuten sich auch in diesem Semester eines guten Besuches seitens der zionistischen Oeffentiichkeit. Von den Vorträgen, die im Verlaufe des Semesters gehalten wurden, seien erwähnt: 1. „Zionistische Erinnerungen'* — A. H. A. Benjamin; 2. „Demokratie und Diktatur" Prof. M. Lasersohn; 3. „Zionistische Organisation und Jewish Agency" — 30