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Der jüdische Student · 1929-07-01 · Heft 7 (Juli 1929) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
26 (1929)
Issue
Heft 7 (Juli 1929)
Date
1929-07-01
Page
[Seite] (sequence 26)
Language
German
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mäßig wurden ein allwöchentlich stattfindender Fuchsenkurs (A. H. Jonas) und ein 14 tägiger Palästinakurs (Bbr. Schönfeld) abgehalten. Wir beteiligten uns geschlossen am Sportbetrieb auf dem Hochschnlsportplatz. Die Keilarbeit wurde unter ungünstigen Umständen in Angriff genommen. Das Semester begann ohne Kontinuität und Vorbereitung, die Verbindung besaß kein eigenes Heim, die Aktivitas — aus größtenteils 1—3 semestrigen Füchsen bestehend — vermochte nicht, dem äußerst schwierigen Keilmaterial gegenüber in größerem Maßstabe erfolgreiche Werbearbeit zu leisten. Wir erzielten nur 3 Aktivmeldungen. Ein Besuch von Bbr. Schloß vom Präsidium hatte einen sehr ersprießlichen Einfluß auf unsere Arbeit. Wir nahmen an der zionistischen Außenarbeit der Ortsgruppe teil und veranstalteten eine Wahlversammlung. Auch nahmen wir den Konnex mit der Basler Zionistischen Verbindung „Jordonia" auf. Es wurden eine Rei^e von Punkten für künftige gemeinsame Arbeit vereinbart. Zu Ende des Semesters findet eine Herzl-Feier unserer Verbindung statt (A. FL Werner Bloch-Berlin wird an diesem Abend hier sprechen). Wir beabsichtigen mit einer Veranstaltung größeren Stils an die jüdische und akademische Oeffentlichkeit Freiburgs zu treten und so dem Semester einen würdigen Abschluß zu geben. Um das S. S. 1930 zu ermöglichen und vor unseren schlechten Erfahrungen zu bewahren, wollen wir auf alle Fälle die Verbindung im Winter aufrecht erhalten. V. J. St. „Ivria" im K. J. V. Freiburg. I.A. LudwigStein. V. J. St. ^Hasmonaea" im K. J. V. Die Verbindungsarbeit im Sommersemester wurde maßgebend beeinflußt durch die Fusion mit dem B. Z. K. Die Fusion hat gerade für Breslau erhebliche Einwirkungen gezeitigt, weil Möglichkeiten zur Herbeiführung einer raschen reibungslosen Zusammenarbeit zweier großer Verbindungen (von zusammen 34 Aktiven) gesucht werden mußten. Wir glauben die Wege, die nach unserer Ansicht für Breslauer Verhältnisse allein gangbar sind, nämlich die einer weitgehenden Zusammenarbeit gefunden zu haben. Alle Veranstaltungen außer der Fuchsenstunde und einzelnen Konventen sind gemeinsam. Bei der großen Anzahl der Aktiven muß in Zukunft für eine straffe Disziplin gesorgt werden. Allerdings werden sich wie bisher auch weiterhin gewisse Schwierigkeiten ergeben, da der tragende Kreis der Aktivitas aus einer Anzahl älterer Menschen besteht, die zum größten Teil erst in vorgeschrittenen Semestern ins K. J. V. eingetreten sind und die durch Beruf und zionistische Außenarbeit (im Bar Kochba, Kadimah, jüdischjen Jugendverein, Verein Jüdischer Studenten, Verbindung Jüdischer Theologen, Ortsgruppe der Hitachduth und der Revisionisten) stark in Anspruch genommen sind. Zwischen diesen Menschen, die sich vielfach von früher her aus den Kameraden und aus dem Blau-Weiß gut kannten, bestand von vornherein ein enger bbr. Zusammenhang. Es war aber nicht ohne weiteres möglich, alle unseren jüngeren Bbr. in diesen Kreis hineinzuziehen, eine Aufgabe, die wir bei manchem Einzelnen neu anfangen müssen. 26

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