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Der jüdische Student · 1929-07-01 · Heft 7 (Juli 1929) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
26 (1929)
Issue
Heft 7 (Juli 1929)
Date
1929-07-01
Page
[Seite] (sequence 23)
Language
German
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Das Seminar bei A. H. Rabb. Emil Cohn fand für die ganze Aktivitas statt. Stoff war die Entstehung und Art des jüdischen Gesetzes. Hebräisch wurde in diesem Semester noch nicht getrieben, da der Teilnehmerkreis zu klein gewesen wäre. Es wird Aufgabe des nächsten Semesters sein, in erweitertem Kreis, mit den zurückgekommenen Bbr. Bbr., mit Hebräisch-Lernen zu beginnen. Außer zu diesen regelmäßigen Veranstaltungen kamen die Bbr. Bbr. zu einigen Vorträgen, Versammlungen und gemütlichen Abenden bei A. H. A. H. zusammen, die auch zum Keilen dienten. Die Keilerfolge sind nicht groß und liegen noch bis in die Ferien zurück. Wir hatten in den Ferien bis zum 1. März 1929 4 Rezeptionen, im Semester keine mehr. Das liegt an später zu erörternden Gründen. Die Rezeptionen sind: 1. Curt Jacobsohn, jetzt Heidelberg; 2. Herbert Frank, jetzt Freiburg; 3. Max von Cleef; 4. Paul Driesen. Das Verhältnis in den anderen hiesigen Kartell Verbindungen war sehr locker, die Vertreter der Verbindungen sahen sich in den A. K. B.-Sitzungen, die Verbindungen selbst, außer bei Vorträgen, nur auf dem Camp, das uns nicht sehr geglückt schien. Vielleicht läßt sich das ein späteres Mal ändern. Wir denken es uns als eine Art Sommerfest mit Damen, mit gemeinsamer Bowlenkneipe oder Kaffeetafel zu Beginn, Spielen und evtl. Tanz, zum Schluß gemeinsame Fahrt zurück. Auch so findet sich noch Gelegenheit zu Vortrag und Diskussion. — Mit anderen Verbindungen kamen wir in diesem Semester nicht zusammen, schon weil wir nicht, wie gewöhnlich, 5. -A. und S. S.-Kneipe hatten. An K. K. L.-Arbeit und Aktionen beteiligten sich die Bbr. Bbr. nicht; jedoch trägt jeder der Bbr. Bbr. eine Imi-Tasche. — Allgemein waren, wie schon gesagt, das Semester und seine Erfolge nicht gut. Das liegt daran, daß wir das Semester schon mit einer ganz geringen ,Zahl von Bundesbrüdern eröffnen mußten. Von diesen Bundesbrüdern standen und stehen noch vier im Examen, so daß zur Arbeit kaum jemand übrigbleibt. Dieser Zustand entmutigte und verstimmte dazu noch den Rest der Bbr. Bbr., so daß sie auch das, was sie eigentlich; haften leisten (können, nicht taten. Das .schlechte Semester zeigte sfch in den schwachbesuchten Kursen und Veranstaltungen, im Fehlen der rechten Stimmung und Freudigkeit. Aus all diesen Gründen konnten wir auch keine größere Veranstaltung in der Oeffentlichkeit, keine Semester-Antritts- und Semester-Schlußkneipe machen, ,zu denen sonst Vertreter anderer Verbände erschienen. Auch die geringen Keilerfolge sind darauf zurückzuführen. Das alles wird sich im nächsten Semester ändern, denn ein großer Teil der Bbr. Bbr., die uns zum Sommer verließen, kehrt zum Winter nach Berlin zurück. Es steht der Arbeit dann nichts im Wege. — Das Verhältnis der Bbr. Bbr. untereinander und mit den A. H. A. H. war auch in diesem Semester ausgezeichnet. Die Veranstaltungen des A. H.-Bundes wurden auch von uns zum Teil besucht. Arnold Ludwig Ernst Mosers Curt Rosenbaura 23

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