Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 26 (1929)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1929)
- Date
- 1929-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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mischen Mitglieder der Hamburger Ortsgruppe an, der Vorstand ist zurzeit nur mit Bundesbrüdern besetzt. Aufgabe des Klubs ist die zionistische Reaktivierung seiner Mitglieder. Klubabende, in geselligem Rahmen mit Damen, finden allmonatlich statt und bringen im allgemeinen größere Vorträge, meist mit Lichtbildern. Es sprachen bisher u. a.: Prot Citron, Berlin, über die „Universität Jerusalem", Dr. Sukenik, Jerusalem, über seine „Ausgrabungen in Palästina", Dr. Schwarz, Berlin, über „Aufgaben des Berliner jüdischen Museums", Bbr. Lichtheim über „Aeitere und jüngere Generation im deutschen Zionismus", Dr. W. v. Weis! über „Arabien von heute". Der Klub hat sich die erwähnten schlechten Erfahrungen der vorhergehenden Jahre zunutze gemacht und für seine Veranstaltungen zunächst bewußt nur Themen mehr allgemein-jüdischen Inhalts gewählt Nach fast zweijährigem Bestehen kann nunmehr festgestellt werden, daß der Klub seine Existenzberechtigung bewiesen und eine lebensfähige Gruppe gebildet hat, so daß er genügend gefestigt ist, um energischer an seine eigentliche Aufgabe, die zionistische Reaküvierung, heranzugehen. Das Winterprogramm sieht daher auch eine Zurücksetzung der allgemeinen Vorträge zugunsten der zionistischen Ausbildung und der Ueberführung der Mitglieder in die praktische zionistische Tagesarbeit vor. Der Bezirksverband Hamburg betrachtet die Arbeit am Klub als seine Aufgabe, jeden Klubabend als eine Bezirks verband-Veranstaltung in erweitertem Rahmen. Geschlossene Bezirksverband-Abende fanden daneben nur noch bei besonderen Gelegenheiten statt, so anläßlich der Fusion mit dem B. Z. K. Die Bundesbrüderlichkeit und das Interesse für Fragen des K. J. V. haben durch die Klubarbeit eine merkliche Anregung erfahren. Bei dieser Gelegenheit weisen wir darauf hin, daß wir am Donnerstag, den 11. September, 20i/o Uhr, im grünen Saal des Hotels Esplanade, Hamburg, einen Begrüßungsabend für die anläßlich des Deutschen Anwaltstages in Haniburg weilenden Bundesbrüder veranstalten. Wir laden hierzu alle in Hamburg anwesenden Bbr. Bbr. mit ihren Damen herzlichst ein. Breslau. Die durch die Fusion erhoffte Aktivierung der Bbr. Bbr. ist bis jetzt nur in sehr geringem Maße eingetreten. Die K. J. V.er Tagung im April hatte zwar einen verheißungsvollen Auftakt gegeben, doch ließ uns der Sommer nur wenig zu gemeinsamer Arbeit zusammenkommen. Neben den Abenden des P. V. Schlesien veranstaltete der A. H.-Bund einen wohlgelungenen Gesellschaftsabend, an dem Bbr. Bruno Markiewitz einen in einzelnen Punkten sehr bemerkenswerten Vortrag über seine Paiästinareise hielt. Wir sind unisf wohl alle bewußt, daß unsere Arbeit auf jüdischem Gebiete gleich null ist. Ich habe die Ueberzeugung, daß es vorläufig leider nicht anders wird und werden kann, da die einzelnen Bbr. Bbr. nur mangelhaftes Interesse an der Verbindung sowie dem Kartell haben. Es gilt zunächst, das Gemeinsamkeitsgefühl wiederherzustellen, das gegenseitige Interesse wieder zu beleben. Das erscheint mir als wesentlicher Punkt der künftigen A. H.-Arbeit in Breslau. Dann werden die A. H. A. H. auch wieder den zionistischen Forderungen zugänglicher sein, wenn sie die Empfindung haben, daß ihre Zugehörigkeit zum Karteil nicht nur in Zahlungsaufforderungen besteht. 3 13