Mannheim
Compact Memory

Der jüdische Student · 1929-07-01 · Heft 7 (Juli 1929) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Student
Volume
26 (1929)
Issue
Heft 7 (Juli 1929)
Date
1929-07-01
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
98% known words query
IRI
…/3537599-3537802-3537808--7239-3545278
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

waren nicht gut besucht. Wir haben bisher noch nicht einige Alte Herren gefunden, die bereit wären, sich der Altherrenarbeit besonders anzunehmen. Im Wintersemester wollen wir versuchen, zunächst einmal einen persönlichen Konnex unter den Alten Herren herzustellen. Das wird uns dann hoffentlich auch möglich machen, die Aktivitas mehr als bisher in ihrer Arbeit zu fördern. S a 11 i Hirsch. Niederschlesien, Nach der Fusion haben wir unser Augenmerk zunächst darauf gerichtet, einen engen persönlichen Zusammenhang zu gewinnen und hierdurch die Voraussetzung zu einer gedeihlichen Arbeit zu schaffen. Zu diesem Zwecke haben wir insbesondere Veranstaltungen gesellschaftlicher Art unter Zuziehung der Damen der A. H. getroffen. So fand im April ein schlesiseher K. J.V.er-Tag statt, zu dem fast sämtliche hiesigen Bundesbrüder und ein großer Teil aus der Provinz mit ihren Damen erschienen. Ein Ball und ein sehr gut besuchter Konvent haben die Bundesbrüder nach langer Trennung wieder einander nähergebracht. Wir hatten auch das Vergnügen, zu der Tagiing einige Mitglieder des Präsidiums mit Lichtheim an der Spitze bei uns begrüßen zu können. Im Mai sprach Bundesbruder Jacobsohn, der eben von seiner Palästinareise zurückgekehrt war, über „Bundesbrüder in Palästina". Im Juli fand ein Motorboot-Ausflug nach Treschen statt. Jeden 2. Dienstag (erstmalig am 22. Juli) 20Vs Uhr treffen sich die Bundesbrüder im Friebeberg, hintere Terrasse. Wir haben zunächst erreicht, daß sich ein erheblicher Teil verpflichtet fühlt, an unseren Veranstaltungen teilzunehmen. Bei den Säumigen regt sich zumindestens das böse Gewissen, und dies scheint bereits ein Anfang auf dem Wege zur Besserung zu sein. Wir werden einem jeden klar machen, daß er nur dann einen Platz unter uns hat, wenn er in irgend einer Weise mitarbeitet. Im Winter sollen in regelmäßigen Zusammenkünften aktuelle Fragen besprochen werden. Auch wollen wir versuchen, zionistische Akademiker, die unseren Reihen nicht angehören, an uns heranzuziehen und einen Mittelpunkt für die zionistische Akademikerschaft zu bilden. Hamburg. Der Bezirksverband Hamburg im K. J. V., mit gegenwärtig rund 50 Mitgliedern, hat in den Jahren 1920 bis 1927 fast völlig geruht. Wohl wurden von einem kleinen Kreis von Bundesbrüdern immer wieder mit den verschiedensten Mitteln Reaktivierungsversuche unternommen, die aber nach kurzem Anlauf stets erfolglos endeten. Alle diese Versuche gingen von dem Gedanken aus, daß ein kleiner, intensiv zionistisch arbeitender Kreis als „Kristallisationspunkt" gebildet werden müßte, um den sich dann nach undf nach die anderen scharen sollten. Als sich nach jahrelangem Bemühen zeigte, daß dieses Prinzip nicht zum Ziele führte, versuchten wir den entgegengesetzten Weg, der im Herbst 1927 zur Gründung des „Zionistisch-akademischen Klubs, Hamburg" führte. Dem Klub gehören fast sämtliche A. H. A. H., sowie ein großer Teil der nicht dem K. J. V. angehörenden akade- 12

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.