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Der jüdische Student · 1929-04-01 · Heft 3-4 (April 1929) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
26 (1929)
Issue
Heft 3-4 (April 1929)
Date
1929-04-01
Page
[Seite] (sequence 21)
Language
German
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Richard Lichtheim weist auf die Zahl der noch vorgemerkten Diskussionsredner hin und bittet, sich kurz zu fassen. Fritz Rosenthal dankt dem Präsidium in besonders herzlicher Weise für die geleistete erfolgreiche Arbeit und präzisiert gegenüber den Ausführungen Tannenbaums den Standpunkt des B. V. Rheinland-Westfalen in der B. Z. K .-Frage, wie folgt: „Zur Frage der Aufnahme de9 B. Z. K. bin ich anderer »Ansicht als meine beiden Kondelegierten, auch die Mehrzahl des BezirksverbatKtes war dafür, daß die Aufnahme des B. Z. K. im positiven Sinne zu lösen ist Der Bezirksverband Rheinland-Westfalen hat an sich keinerlei Bedenken gehabt, die Aufnahme gutzuheißen, er hat nur eine programmatische Erklärung verlangt, ob und inwieweit der B. Z. K. unseren Forderungen nachzukommen bereit ist. Schon aus der Tatsache, daß wir unseren Antrag in dieser Weise formuliert haben, ergibt sich, daß wir positiv gestimmt waren, und wir erwarten, daß wir diese Erklärung noch heute hören werden. Es ist bisher von keiner Seite eine prinzipielle Einwendung gemacht, nur organisatorische und taktische Fragen sind erörtert. Die Bereinigung kann auch noch vorgenommen werden, nachdem die Aufnahme erfolgt ist. Daher bitte ich die Aufnahme zu beschließen." Hubert Pollack: „Kanowitz vertrat hier programmatische Forderungen, die an sich der morgigen Debatte vorbehalten sind. Da er Lichtheims Programmrede noch nicht gehört hat, sind seiine kritischen Bemerkungen um vieles schärfer und antithetisch zugespitzter geworden, als das nach Anhörung der Programmrede notwendig gewesen wäre. Ich zweifle nicht daran, daß die programmatische Erklärung sich gerade mit der Stellung des Kartells zur Außenwelt eingehend {befassen und daß infolgedessen vieles, was Kanowitz gesagt hat, gegenstandslos wird. Gefreut hat mich seine Bemerkung, es müsse im K. J. V. möglich sein, aus zionistischer Ueberzeugung Kritik am Kartell zu üben, ohne daß dadurch der Eindruck erweckt würde, es gehe dem Kritiker nur um Forterhaltung persönlicher Kontroversen, die einmal im Kartell bestanden haben. Was die Wiederaufnahme des B. Z. K. angeht, möchte ich mich mit aller Schärfe gegen Tannenbaum wenden, der dem Präsidium Ueberrumpelung der Kartellorganisationen vorgeworfen hat. Was ist tatsächlich geschehen? Wir haben auf Anregung verschiedener unserer Alten Herren, die gleichzeitig dem B. Z. K. nahestehen, eine unverbindliche Aussprache beider Präsidien herbeigeführt. Diese führte zu einem unverbindlichen Vorabkommen, das von der großen Mehrheit der Organisationen, auch vom B. V. Rheinland-Westfalen, grundsätzlich gebilligt worden ist. Darauf erfolgte das zweite Abkommen, auf Grund dessen wir heute den Kartelltag um Zustimmung zur Fusion bitten. Beide Abkommen sind den Organisationen rechtzeitig zur Kenntnis gegeben worden. Sie enthalten keinerlei Sonderrechte für den B. Z. K. (Zwischenruf: Siezkomment!) Von Siezkomment ist keine Rede. Die Alten Herren behalten sich beiderseits die Möglichkeit vor, sich, soweit sie einander kaum kennen, 21

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