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Der jüdische Student · 1929-04-01 · Heft 3-4 (April 1929) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
26 (1929)
Issue
Heft 3-4 (April 1929)
Date
1929-04-01
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
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hinweist, daß der Landesverband aus K. J. V.ern besteht Das genügt doch nicht vor dem Kartelltag. Die zionistische Jugend, die um das K. J. V. lebt, braucht heute K. J. V.ertum mehr denn je. Man fragt sich geradezu: wer ist der Träger der zionistischen Jugend? Ich habe einmal gesagt, innerhalb der zionistischen Jugend ist das K. J. V. der K. C. geworden. In der nichtzionistischen Jugend gibt es ganz bestimmte Kräfte, wo der K. C. nicht mehr gilt Ich be-% haupte, daß wenige junge Menschen des K. J. V. heute imstande sind, sich mit jungen Nichtzionisten über Fragen des Judentums und zionistische Fragen zu unterhalten. Eine Auseinandersetzung ist nur dadurch möglich, daß formulierten Meinungen der anderen formulierte Meinungen des K. J. V. entgegengesetzt werden. Ich komme" zum dritten, ehe ich schließe. (Und ich bitte dies so aufzufassen, daß die Arbeit des Präsidiums auszubauen, nicht das jetzige Präsidium auszuschalten ist Keine Antithese wird imstande sein, den Willen zur Mitarbeit zu entkräften, von dem ich mir einbilde, daß meine Worte getragen sind.) Ich glaube, daß der Prozeß des Uebergangs nicht plötzlich geschehen kann und nicht im Stadium des Altherrenbundes. Zionismus ist eine politische Bewegung, sie wird gemessen nach dem Status des Zusammenlebens von Zionisten an jedem Ort. Ich weiß nicht, warum die Z. V. f. D. ein Reservat müder, abgelebter Menschen sein soll oder solcher, die aus Anständigkeit die Arbeit weiter leisten. Ich fasse meine Ausführungen daher in folgende Resolution zusammen, um deren Annahme ich den Kartelltag bitte: Der Kartelltag stellt fest, daß das K. J. V. im Bewußtsein seiner Verantwortung für die zionistische und jüdische Jugend als Mittelpunkt der Arbeit des aktiven Kartells folgende Gebiete zu betrachten hat: 1. Zusammenarbeit mit allen Teilen der zionistischen Jugend; 2. verstärkte ideologische Auseinandersetzung mit den Strömungen der nichtzionistischen Jugend; 3. verantwortliche Teilnahme an allen zionistischen Funktionen, insbesondere am Aufbau der Arbeit der zionistischen Ortsgruppen. Der Kartelltag geht davon aus, daß verantwortliche Teilnahme am politischen Geschehen der stärkste erzieherische Faktor im Leben des K.J.V. ist." Hermann Stahl begründet den Standpunkt eines beträchtlichen Teiles der Altherrenschaft in der Frage der Wiedervereinigung mit dem B. Z. K. „Kanowitz sprach davon, daß wir uns danach richten sollen, was die Umwelt an uns kritisiert. Das ist absolut richtig, denn die Umwelt ist ja der Erzieher. Es ist eine Selbstverständlichkeit, jeder moderne Pädagoge arbeitet ja mit Anschauungsunterricht. Da müssen wir aber die Kreise mit uns leben lassen, welche ihnen die Möglichkeiten dazu geben. Das sind aber zum großen Teile die Kreise des B. Z. K., die schon in der Zeit bestanden, als es noch ein großes Opfer war, Zionist zu sein. Zwirn und Genossen, Emil Cohn usw. usw. haben ihre großen Familien und bei ihnen sind bereits die Söhne aktiv; sie haben verstanden, sie diesem Kreis wieder zuzuführen. Wir, die wir Kinder haben, wissen ja noch 19

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