Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 26 (1929)
- Issue
- (März 1929)
- Date
- 1929-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Zur Einführung. Diese Nummer des J. St., die unter der Redaktion palästinensischer Bundesbrüder aus Beiträgen palästinensischer K. J. V.er besteht und insofern ein Novum darstellt, verdankt ihre Entstehung einem Vorschlage, den vor ungefähr einem Jahre die palästinensischen Bundesbrüder Bernhard Arinstein, Fritz Löwenstein, Leo Rosenblüth und Georg Wollstein dem K. J. V.-Präsidium unterbreiteten. Der Vorschlag wurde dann von Löwenstein im Sommer während seines Aufenthalts in Berlin mit dem Präsidium erörtert und vom Präsidium akzeptiert, das eine aus Alfred Bonne, Fritz Löwenstein und Albert Wunderlich bestehende Redaktionskommission einsetzte. Die Gedanken, die zur Konzipierung dieses Vorschlags führten, waren: Wir empfanden eine zunehmende Entfremdung zwischen den palästinensischen K. J. V.ern und dem Leben des Kartells in Deutschland, die wir vor allem um der Entwicklung des K. J. V. willen, aber auch im Interesse der palästinensischen Bundesbrüder bedauerten. Zugleich wollten wir dem Kartell zeigen, daß die vielfach sich dokumentierende Gedankenarmut des J. St. keine Notwendigkeit sei, sondern daß eine unendliche Menge wesentlicher Fragen im Rahmen des J. St. behandelt werden können. Die Redaktionskommission erhielt vom Präsidium eine Liste der palästinensischen K. J. V.er, die wir, so 'gut es ging, ergänzten und verbesserten, und die in diesem Heft veröffentlicht ist. Wir wandten uns dann in einem Rundschreiben an sämtliche uns bekannten Bundesbrüder mit der Bitte um Mitarbeit an diesem J. St., dessen Aufgaben kurz dargelegt wurden. Wir sandten später noch zwei weitere Rundschreiben an alle diejenigen, von denen wir annehmen konnten, daß sie mitarbeiten würden. Wir legem diese Einzelheiten hier dar, um die Zusammensetzung dieses Heftes zu erklären. Selbstverständlich 1 a g der Redaktionskommission, die in sich verschiedene Ansichten umschließt, jede politische Tendenz fern. Wir hatten nur das eine Bestreben, alles zu tun, damit das Heft von den verschiedenen Strömungen und Auffassungen, die sich unter den palästinensischen K. J. V.ern finden, ein treues Bild gäbe. Manche Bundesbrüder, die sonst sicher durch einen Beitrag vertreten gewesen wären, sind durch äußere Gründe gehindert gewesen mitzuarbeiten; trotzdem glauben wir, daß das Heft im ganzen wenigstens einen Teil von dem erfüllt, was wir uns vorgenommen hatten. Ueberflüssig zu betonen, daß jeder für seinen Artikel allein verantwortlich ist: Die Redaktion verlangte nur ein gewisses Niveau. Das Heft zerfällt in zwei Teile: Einen allgemeinen Teil und einen mehr berichtenden, worin eine Reihe von Bundesbrüdern ihr spezielles Arbeitsgebiet oder ihre persönlichen Erlebnisse in Palästina berichten. Wir hoffen, daß dieses Heft dazu beitragen wird, die Verbundenheit der Bundesbrüder in Deutschland und Palästina zu stärken. Jerusalem, Januar 1929. Bonne, Löwenstein, Wunderlich. 5