Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 26 (1929)
- Issue
- Heft 1-2 (Februar 1929)
- Date
- 1929-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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« > ' Ferner findet wöchentlich einmal Tarnen zusammen mit dem Bar Kocbha statt Zweimal waren wir bei Alten Herren eingeladen. Beide Abende verfielen angenehm. Unsere Ketlau&sichten sind nicht allzu günstig. Im übrigen keifen wir zur £eit fünf recht aussichtsreiche Leute und hoffen, zum mindest bei einigen zum Ziel zu kcrmmen " Die wichtigste Erscheinung nicht nur in Berlin, sondern auch in allen anderen Großstädten ist das vollständige Fehlen der HerbstaJy*ttrienUn. Die gesamte Werbearbeit wird sich auf das FrühjajhV konzentrieren und in allen Verbindungen wird energisch die Keilarbe unvorbereitet Auch Köln entwickelt sich weiter günstig In dem Verbtndungsberichtdieißt es: „Nach einem wenig verheißenden Auftakt die große Zahl der Inaktiven und < lencrakiispensler ließ eine ersprießliche Semestcrarbeit nicht erwarten hat sich doch im Verlauf des Semesters ein verhältnismäßig recht erfreuliches Verbindungsleuten entwickelt. Leider war es uns mangels geeigneter Menschen nicht möglich, die Erziehung der Füchse einem Bundesbruder allein zu übertragen Wir mußten den FuchsenJfurs in drei Einzelkurse aufteilen, und /war Tendenz (Cape!!)T Geschichte (Remen) und Paiästinakunde (Horowitz). Diese Dreiteilung bedeutet selbstverständlich für die Füchse eine stärkere Belastung, ab dies unter normalen Bedingungen der Fall wäre Wir glaubten aber von diesem Erziehungsprogramm nichts streichen zu können Das hatte leider zur Folge, daß wir Hebräisch etwas vernachlässigen mußten (nur zwei Fuchse lernen intensiv Hebräisch), ich bin der Ansicht, daß wnr diesen Mißstand hei unseren schwierigen Arbeitsbedingungen in Kauf nehmen mußten Wenn wir auf Grund der stärkeren Betonung unseres übrigen Programm es* im laufenden Semester der hebräischen Arbeit in den folgenden mehr Raum geben können, ist meines Füchtens dieser Mangel mehr als ausgeglichen. / Als Burschenkurs veranstalteten wir eine Vortragsreihe über Sozialismus l>teser Kurs umfaßt zunächst eine Darstellung der Geschichte des Sozialismus, sodann folgt die Behandlung der ökonomischen und soziologischen Grundlagen des Soziaiismus, insbesondere des Marxismus, und endlich der judisch-sozialen Bewegung. In diesem Kursus referieren Bbr. David, Dr Nt-u berger aus Düsseldorf und. vielleicht noch Dr. Horn aus Düsseldorf Du.* Teilnanme auch der Füchse an diesem Kursus ist erfreulich groß. Im übrigen bewegt sich unser Programm in dem üblichen Rahmen: Freitagabende bei Alten Herren, Turnen (im Bar Kochba), Wanderungen (z. T. gemeinsam mit der Bonner Verbindung), ferner politische Abende u. $l m." Auch Göthen hat sich recht günstig entwickelt Diese Verbindung schreibt uns u. a.K * *■ »JEs ist das kann ich mit ruhigem Gewissen aagen, vieles besser geworden Vor allem fällt jetzt das stundenlange und untmtze Gerede über die individuelle. Auffassung jedes Einzelnen der Verbindung gegenüber fort, und wir haben nicht ohne Erfolg versucht, die Füchse mit zionistischer Ideologie und zionistischer Realität vertraut zu machen, so daß fast bei jedem einiges Verständnis dafür vorhanden ist, was isi vorigen Semester durchaus nicht der Fall war Das ist um so mehr als Erfolg zu machen, als ja das Gros unserer Füchse Nicht zionisten und* jüdischen Fragen gegen- 3»