Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 26 (1929)
- Issue
- Heft 1-2 (Februar 1929)
- Date
- 1929-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Mm de» WeMm$mfr$m* < Das allgemeine KM unseres VerMfidtingsbetriebeg wird durch das Vorhandensein einer großen Anzahl jüngerer Bundesbruder beherrscht Untere Burschenschaft reicht zahlenmäßig nicht aus, um die groBe Anzahl der vorhandenen Füchse reibungslos in das Verbindungsleben einzureihen. Diese Erscheinung, die durch den Ausfall mehrerer Burschengenerationen wahrend der letzten Jahre hervorgerufen wurde, machte es unmöglich, den sehr großen Ansprüchen, che gegenwärtig an das Kartell in organisatorischer Hinsicht gestellt werden, vollkommen zu genügen. In diesem Winter konnte /war Berlin und eine Reihe von Provinz Städten erheblich gestärkt und ausgebaut werden, doch muftten infolgedessen Hamburg und che Sommer-l'niversitätsstädte unter Mangel an Burschen sehr Ickten Berlin war im Winter ganz besonders stark besetzt, und zwar durd\ eine groKe Anzahl jüngerer Bundesbruder, die aus den Sommer Universitäten kamen Der Verbindungsbetrieb in Berlin ist durchaus zu frieden st eö tnd, die [Entwicklung der Korporationen ist günstig. Die jahrelangen Schwierigkeiten der Maccabaea sind wohl überwunden, die Hasmonaea ist als gesichert zu betrachten. Dagegen bedarf der Sport-V. J St. auch zum Sonfmersemester einiger Ueberw eisungen. l>er organisatorische Pest and des Ruder-V. J. St ist unverändert günstig, obgleich diese Verbindung seit etwa einem Jahr nur unzulängliche Keilerfolge hat. Von den Verbindungen im Reich haben Breslau, <öthen, Frankfurt. Köln, Königsberg und München gut gearbeitet Aus dem Breslauer Bericht sei folgende^ erwähnt: Unsere Arbeit war hauptsächlich dem Heilzweck gewidmet, und wir haben mehrere sehr gute Veranstaltungen in diesem Sinne gehabt. Zu anderer Arbeit blieb uns fast gar keine Zeit, da durch Turnen, sowohl wie durch die Tanzstunde, die wir auch in diesem Jahre veranstalten, und durch die Abende der Ortsgruppe alle Tage der Woche besetzt sind. Die Kedver an staltung en haben in verschiedenem Rahmen stattgefunden und sind durchweg gut verlaufen Wir werden auch weiterhin der Keiiarbeit den Hauptplat/ in unserer Verbindungsarbeit einräumen, nur werden wir sie, dem Wunsche unserer Keilfuchse gemäß, nicht mehr als besondere Veranstaltungen, sondern im Rahmen der eigentlichen Verbindungsarbeit machen Da wir das Turnen jetzt aufgegeben haben, wird e'S uns jetzt auch möglich sein, wfeder regelmäßig Kurse zu veranstalten Augenblicklich sind wir auch durch alle die gesellschaftlichen Verpflichtungen, die die Tanzstunde mit sich bringt, stark in Anspruch genommen. Es liegen fünf neue Aktivmeidungen vor, von denen drei reeipiert sind/' 4t Aus dem Frankfurter Semesterbericht sei folgendes hervorgehoben,: „Was die positive Arbeit angeht, so findet jede Woche abwechselnd ein Burschen- und ein Fuehsenkurs statt, die unter Leitung -von Bbr. Brüll stehen. Die Kurse mußten einige Male ausfallen, weil wichtige Veranstaltungen d^r Z. O. G. stattfanden und wir das Programm nicht überladen wollten. Femer besteht ein hebräischer Sprachkurs (zweistündig pro Woche), der gut be sucht, leider nicht allzu gut gegeben wird. (Vom Leiter der hiesigen hebräischen Sprachschule, Herrn Messerer,) Immerhin machen wir Fortschritte.* as