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Der jüdische Student · 1929-02-01 · Heft 1-2 (Februar 1929) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
26 (1929)
Issue
Heft 1-2 (Februar 1929)
Date
1929-02-01
Page
[Seite] (sequence 20)
Language
German
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„»Warum ist alles so r&sefcaft? Hier ist das Wetten,J»£rjst die Kliff; * Das Wollen will, «üeTcraft ist bereit, Und daneben die schöne, lange Zeit. So seht doch hin, wo cfie gute Welt Zusammenhält! Seht hin, wo sie auseinanderfällt!***) Wie sind die Freiheitsbewegungen anderer Völker vorbereitet woitiet zu einer Zeit, da jede politische Regung auf lange Zeit aussichtslos erscheinen mußte? Uns trennt allerdings die räumliche Entfernung von unserem Land, aber das aktuelle Geschehen vollzieht sich doch dafür in ttaserea Tagen, vor unseren Augen. Die Psychologie der heutigen Jugend? Zunächst gibt es doch aoefc im Kartell eine Generation der Jüngsten, die sich unserer Führung anvertraut haben. Diese wirklich zu zionisieren, soüte doch gelingen; und dann kommt es allen Widerständen zum Trotz darauf an, inmitten der umgebenden europäischen, beruhigten Atmosphäre einen solchen Wirbel geistiger Intensität und politischer Energie zu erzeugen, daß er auf dir Umgebung anziehend wirkt, und junge Menschen in sich hineisreißt. Dann wird es auch gelingen, die Besten der Jugend, die sich heute oft genug von? der tiefen Belanglosigkeit unseres Treibens abgestoßen fühle», in unsere Reihen zu bekommen. Denn ^eder ist die heutige Jugend iß ihrer Richtung (oder Richtungsiosigkeit) so einseitig und festgelegt, »och siad unsere^Ideen so rettungslos verstaubt und antiquiert, daß wir darni kein Vertrauen zur Werbekraft unserer Sache haben dürften. Allerdings: Bei-, spiele überzeugen! " VI. Daß es in allen diesen Dingen tausendfach mehr auf die so uaend* lieh schwierige Praxis als auf die Theorie ankommt, daß es sich darum handelt, anständige und" zionistisch etwa«» taugende VerbiBduageji^ auflubaüen, und nicht darum, eine Ideologie aufzustellen, und daß ich W Rechts wegen meine Zeit zionistisch besser verwenden sollte als dazu, oen y St. vollschreiben zu helfen, daß weiß ich, und es hätte völlige Gehung, wenn nicht die zionistische Unsicherheit im aktiven Kartell einen Grad cr-\ reicht hatte, der kaum übertroffen werden kann, und wenn man nicht Wahrheiten, die unsere Väter" als altbekannt zu den Aktes gefegt haben, sogar führenden Bundesbrüdem in die Ohren schieben mußte, damit sie erkennen, was die Stunde von ihnen fordert....... Das Erziehungsziel ist bekannt* sagt PoHack, müßig und Zeitvergeudung. •) Entschuldigt, daß ich nochmals Goethe bemüht habe, aber erstens Mite ich es doch wohl auch kaum besser sagfeu können, zweitens zeigt das Zitat komischerweise gerade an dem Pußktc, in dem es an steh im Zusammenhang nicht brauchbar ist,< w& unmöglich PoUacks Standpunkt des „messiantschen Zionismus** ist Bei uns nämlich gilt doch das „die schöne, lange Zeit" nicht, wir können eben nicht wartest, auch nicht auf die neue, von Hubert Pollack geforderte revolutionäre Weltanschauung, öle uns die heute angeblich unerreichbare, aber an üch doch notwendige Schwungkraft verleihen soll V

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