Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 26 (1929)
- Issue
- Heft 1-2 (Februar 1929)
- Date
- 1929-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Metten sssebm Nur etn K. j. V,, das auf ale® objektiv meßbares* Gebietes _ äon&tkdiCT Arbeit absolut untweifettmti dasteht« hat vor unseren Augm Sm® imä Extsteuxberechtiguag. Schon iß unserer jetzigen AH-Henrenschaft ist der Prozentsatz von Menschen* die diesen Eorderangei? nicht entsprechen^ größer als es steh mit dem Sinn de*.JC. J. V. vereinbaren läßt. Ohne dem Zionismus der im B. Z. K. organisierten^ Ztonisten im mindesten aahetreteit m wollen, möchten wir bezweifeln, ob €er Eintritt dieses Kreises zu einer Steigerung der zionistischen Aktivstat im K J. V. führen wird. Eine Orupp« von Menschen, che seit 10 Jahren resigniert und verbittert der zionistische» Arbeit fern gestanden hat, die in diesen 10 Jahren keinerlei zionistische Leistung vollbracht hat, weder politisch noch propagandistisch (die Schaffung eines jungen H Z. K ist nie gelungen), ein Kreis, der in das K. J. V. eintritt noch voürr Ressentiments, ohne sichtbare FW Ziehungen zur gegenwartigen zionistischen Arbeit in Deutschland'), durfte eher ein retardierendes Clement als ein stimulierendes »darstellen Wurde sich das K. J. V. in einei Phase starken zionistischen Aufschwungs befinden, würden wir spüren, daß von der Alt-Herrenschaft starke politische und propagandistische Wirkungen im deutschen Judenrum ausgehen, so könnten wir uns der Hoffnung hingeben, daß dieser Kreis sehr bald wieder seinen Platz in der zionistischen Arbeit finden wird. Jet/t aber fürchten wir, daß die ^huppe der Mißvergnügten, der Resignierten, der Menschen, die ihren Platz im zionistischen Arbeitssvstem nicht zu finden vermögen (und deren es im K. J. V. schon gerade genug gibt), uberwiegt, so daß das K. ). V. durch die Fusion mit dem B Z. K eine Belastung erfährt, ohne daß demgegenüber ein Zuwachs an produktiven, unverbrauchten zionistischen Kräften steht Würde es sich um eine Fusion mit einen? jungen Kartell handeirr, würden wir keinen Augenblick schwanken, diese Fusion gutzuheißen und zu vollziehen. (Wie gut ist z. B. die Finreihung zahlreicher jüngerer Blau- Weißer ins Kartell geglückt) Aber bei diesem Kreis dürfte eine Einwirken gsmöglichkeit des jungen Karteils kaum bestehen und daß das alte K. J. V. in seiner augenblicklichen Zusammensetzung zu einer Produkt!* virrung dieser Gruppe nicht fähig ist, glauben wir ohne übertriebenen Pessimismus wohl behaupten zu können Wir werden auf dem Kartelltag gegen die Fusion stimmen und werden uns gleichzeitig dafür einsetzen,, daß auch in der Art-Herrenschaft des K. J. V eine Trennung von allen denjenigen Bundesbrüdern durchgeführt wird, die den primitivsten zionistischen Forderungen nicht entsprechen. Falls auch im B. Z. K. ein solcher Prozeß durchgeführt wind, der auch vor persönlichen Freundschaften nicht Halt macht, so werden wir einer Fusion dieser beiden — vielleicht erheblich verkleinerten, aber in ihrer Schlagkraft gesteigerten — Gruppen aufrichtig begrüßet? und uns von ihr für den Zionismus und für das K. J. V. eine nachhaltige Wirkung versprechen. F rit i Engel. Ernst G o J t h e I f. Paul Hirsch Ernst Mandelbaum. *) Diese Behauptungen sind zumindest nicht unbestritten. Anm. d. Red. [ 21