Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 26 (1929)
- Issue
- Heft 1-2 (Februar 1929)
- Date
- 1929-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Zar Frage lies W'lcdcremim^ dct.SULlL £ps KJ.V. Dm Prmü&tm 4m K. J. V. bereitet satt einiger Zeit 4en Wiedereintritt ies R TL IC tos Jt J. V. vor. Diese Frage ist in der K«uieHöffentI*chkeii bisher überhaupt noch nicht behandelt worden. Das PriskÜum geht itm der Erwartung aus, daß der Karteiltag ohne weiteres diesem seinem ¥orscälag zustimmen wird Wir können heute nicht übersehen, ob dieser Man im Kartell auf nennenswerten Widerstand stoßen wird. Die rteutige Aklpk' vitas kennt diese zionistische Generation, die den Kern des B.Z.K, bildet, (nicht mehr. Sie hat also keinerlei Möglichkeit, diese Frage von sich ati» pi entscheiden Die meisten Alten Herren des K. J. V. werden wahrschein Reh den Wiedereintritt begrüßen, da viele von ihnen die Trennung vori langjährigen Freunden und Bundesbrüdern heute noch als schmerzlich empfinden, und .sie sich /um Teil auch der Hoffnung hingeben daß der Wiedereintritt zu einer Belebung der zionistischen Aktivität dieses Kreide« führen könnte. Ein Widerspruch gegen diesen Wiedereintritt des B. Z- K. in der jetzt vom Präsidium geplanten Form wird lediglich von einem kleinen Kreis Berliner K. ), V.er erhoben, die sich heute (noch vor dem KarteOtag) an die Kartelioffenthchkeit wenden wollen, um ihren Standpunkt zu dieser Frage darzulegen. Es ist unbestritten, daß es vom zionistischen Standpunkt sehr begrüßenswert wäre, wenn die 200 Arten Herren des B. Z. K. (eine nennenswerte Aktivitas ist nicht vorhanden) durch den Eintritt in das K. J. V. wieder den Anschluß an das zionistische Leben und dfe Möglichkeit einer produktiven zionistischen Arbeit fänden. Es fragt sich nur, ob das K. J. V. in seiner heutigen Gestalt imstande ist, diesen Prozeß mit Frfolg und ohne Schaden für sich selbst durch zufuhren. Wir führen heute im KJ.V uod besonders in der Alt-Herrenschaft einen außerordentlich schweren Kamp! um die Durchsetzung primitivster zionistischer Forderungen: den Kampf um den Maassergedanken, um die Durchsetzung der Forderung nach verantwortungsbewußter zionistischer Mitarbeit, um die Hebräisterung und nicht zuletzt um die Schaffung lebendiger Beziehungen zwischen Palästina und uns. Alle diese Forderungen stoßen im K. j. V. heute noch auf starkes passiven Widerstand, und wir können nicht übersehen, ob bei dem jetzigen Kräfteverhältnis im K. J. V. der Kampf im Sinne dieser Forderungen entschieden werden wird. Unsere Vorstellung vom K. J. V. geht dahin, daß das K. J. V. nur Sinn hat als eine Kerntruppe hingebungsvoller und gebildeter Zionisten, die durch ihr Leben und ihre Arbeit imstande sind, werte Kreise des deutschen Judentums immer wieder zur zionistischen Aktivität zu bringen, und die durch ihren zionistischen Ernst und ihre ziontirisclie Entschlossenheit auf die junge Generation im höchsten Maße erzieherisch wirken können Heute ist Zionismus nicht lediglich eine Frage des for malen Bekenntnisses, sondern eine Forderung, die im Leben des einzelne* Achtbar und meßbar verwirklicht werden muß. Wir messen also den Wert des K. J. V. nicht nach seiner Größe. Wir sehen in ihm nicht den Sammelplatz aller zionistischen Akademiker, sondern den Bund der entschiedene» und entschlossenen Zionisten, die Zionismus in ihrem Leben zu verwirk- » ' J