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Der jüdische Student · 1928-11-01 · Heft 6-7 (November 1928) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
25 (1928)
Issue
Heft 6-7 (November 1928)
Date
1928-11-01
Page
[Seite] (sequence 48)
Language
German
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sondern daß seine spezielle Aufgabe die Erziehung" zur Chaiuziuth bleiben müsse. Es kommt hinzu, daß er aus politischen Gründen in Deutschland eine Zusammenarbeit mit der Z. V. i D. ablehnt — mit Rücksicht auf seine poale-zionistischen Mitglieder —, solange es keinen Territorialverband gibt. Auf dem Bundestag wurde beschlossen, daß die Aelteren des J. J. W. B., sobald sie nicht in Hachscharah sind, in eine zu gründende „Zionistische Linke" eintreten sollten und in dieser Form an der zionistischen Arbeit in Deutschland teilnehmen sollen. Es wird zurzeit die Gründung einer solchen Liga erörtert, die die Angehörigen der Hitaehduth, der Poale Zion und die nichtorganisierten zionistischen Sozialisten umfassen soll. Bei den Diskussionen über Zusammenarbeit mit der Z. V. f. D. war wieder die ausgesprochene Ablehnung gegenüber der bürgerlichen Z. V. f. D.~ zu spüren, in der man eine Gruppe von Reaktionären sieht, die auf allen Fronten den Kampf gegen die Arbeiterschaftführen. Es spielt hier noch mit, daß man glaubt, die Z. V. f. D. habe systematisch den J. J. W. B. bekämpft, ihn verächtlich gemacht und ihn bagatellisiert. Alan ist offenbar noch sehr verstimmt über meine Stellungnahme auf dem Delegiertentag in Erfurt, wo wir in dem" Kadimah gegenüber dem J. J. W. B. eine starke zionistische Hoffnung sahen, die durch die Entwicklung in dem Kadimah in keiner Weise gerechtfertigt worden ist. Zu 2: Stellung der Nichtchaluzim im Bunde: Es besteht ein unverhohlener Gegensatz zwischen den Mitgliedern, die sich in Hachscharah befinden, und denen, die sich beruflich nicht auf Palästina eingestellt haben. Die Zahl der Chaluzim im J. J. \V. B. beträgt etwa 250 (ihre Zahl war schon einmal wesentlich höher), d. h. die überwiegende Mehrheit des Bundes befindet sieht In bürgerlichen Benifen. In dieser Tatsache sieht man eine große Gefährdung für den Bund, und man versucht, den Nichtchaluzim das Recht zum Verbleiben im Bunde abzusprechen, soweit sie nicht als Führer tätig sein können. Der Bundestag hat diesem Standpunkt insofern Recht gegeben, als allgemeine Uebereinstimmung darüber herrschte, daß die älteren Nichtchaluzim den Bund allmählich verlassen sollen, sofern sie nicht zur Mitwirkung an der allgemeinen Erziehungsarbeit befähigt sind. III. Die imponierendste Tatsache des J. J. W. B. ist seine Verbundenheit mit Palästina. Es gibt heute keinen Bund in Deutschland, in dem die Fragen des palästinensischen Lebens, speziell die Fragen des arbeitenden Palästina, eine solche Resomianz finden wie hier, keinen Bund, der so viel zur Alijah« entschlossene Menschen in sich birgt, keinen Bund, der durch ständige Wechselwirkung so stark mit Palästina verbunden wäre, wie der J.J.W. B. Auf dem Bundestag waren eine Reihe von palästinensischen Arbeitern —- Mitglieder und Nichtmitglleder des J. J. W. B. — anwesend, und es bestand eine so starke Einheit" in Haltung und Stimmung, daß diese Menschen aus Erez-Israel nicht wie importierte Gäste wirkten, sondern als Mitglieder einer großen Gemeinschaft empfunden wurden. Man hörte außerordentlich viel hebräisch sprechen, allerdings scheint heute bei den Jüngeren die Hebräisierung nur sehr langsam fortzuschreiten, trotzdem der Bund in seiner LJm- 48

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