Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 25 (1928)
- Issue
- Heft 4 (August 1928)
- Date
- 1928-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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allerdings nicht leicht, diese Füchse, die im Anfang ihres Hamh:rger Aufenthakes keine geschlossene Verbindung antrafen, wie es in den meisten anderen Universitätsstädten der Fall ist, überhaupt erst in die Verbindung zu bekommen. Jetzt, wo die persönliche Annäherung, die als Voraussetzung einer intensiven Zusammenarbeit unbedingt notwendig ist, stattgefunden hat, verläßt eine ganze Anzahl Hamburg, um nach anderen Universitätsstädten zu gehen. Dies ist nicht nur für die kontinuierliche Arbeit der Hamburger Verbindung von Nachteil, sondern vom Standpunkt der Fuchsenerziehung, der Hebräischarbeit usw. ist ehe so gastmäßige Besetzung von Verbindungen von großem Nachteil. Man müßte gerade bei Füchsen darauf achten, daß sie mindestens zwei Semester an einer Universität bleiben. Die Hamburger Verbindung wird, wenn nicht genügend Ueberweisungen für das Wintersemester vorgenommen werden, wiederum einen Schritt zurückgedrängt. Wir haben den Sommerbetrieb nach den Möglichkeiten, die sich aus der Zusammensetzung der Hamburger Verbindung im vergangenen Semester ergaben, durchgeführt. Die Verbindung bestand aus 9 Füchsen, darunter sind 3 erst im Laufe des Sommersemesters aktiv geworden, 7 aktiven Burschen und 5 inakftven Burschen. Der einzige durchgeführte Kurs ist der von A. H. Kupferberg abgehaltene Tendenz-Fuchsenkurs. Da es nur eine moralische Macht gibt, die Füchse zu einem regelmäßigen Besuch der Kurse zu zwingen, kennte man gerade hier wie an einigen anderen Verbindungsveranstalüngen feststellen, wie intensiv bei einigen Füchsen die Erziehung zum K. J-Y.er noch notwendig ist. Eine zentrale Verbindungsveranstaltung, die alle Bundesbrüder wöchentlich mindestens einmal zu einem gemeinschafÄhen Kurs zusammenbringt, konnten wir diesen Sommer trotz vieler BenÄungen nicht durchführen. Wir glauben aber nicht, daß dies der Verbindkng irgendwie von Nachteil war, denn an Stelle des wöchentlichen Kasrses traten andere Veranstaltungen, die aktuelle Probleme behandeltes,, die 7um Teil im iRahmen eines ungezwungenen bundesbrüderliches Zusammenseins besprochen wurden. Es fanden z. B. Abende statt, an 'dienen man sich über die Probleme der „Jewish Agency", den Expertenbericht, die Arbeit des K. J. V. in der Hamburger Zionistischen Vereinigung msw. unterhielt. Diese Abende wurden meist durch Referate von BundesbrMem eingeleitet. Außerdem fanden, soweit erforderlich, Keilabende statt. Eine Anzahl jüngerer Bundesbrüder nahmen regelmäßig am wöchentlichen Rusdertraining teil. Wir haben uns sehr bemüht, alle Bundesbrüder dazu zu bewegen, ^tensiv Hebräisch zu lernen, doch war dies vor allem bei den Füc&sen -icht möglich, weil eine ganze Anzahl nicht erst in Hamburg uSamit ^ginnen wollte und es für einen weiteren Teil für zweckmäßig erschien, :« Wintersemester an einem Anfängerkurs, der einzurichten sein wird, *"-iizunehmen. Die Burschen lernen fast ohne Ausnahme Hebräisch. Um die Arbeit zu kontrollieren, haben wir an einem Konvent beschlossen, Zwischen-;üfungen zu machen. Die erste Zwischenprüfung, die voraussichtlich Ä. H. ^- Strauss vornimmt, wird im Anfang des kommenden Semesters stattfinden 31