Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 25 (1928)
- Issue
- Heft 3 (Juli 1928)
- Date
- 1928-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Bbr. Bbr. Leo Adlerslein und Jakob Gottschalk haben ihr Referendarexamen bestanden. (Anlaß zu einer fröhlichen Kneipe am vergangenen Montag.) Der Bbr. Werner Müller wird demnächst sein Burschenexamen machen. V. J. St. Kadimah. Fritz Ikenberg X Heinz Fonfe XX Vorläufiger Semesferfaeridii dcrV. J.Si. S&roma, Frankfurt. Der Antrittsconvent vom 2. Mai besetzle die Chargen für das Sommer- Semester 1928 wie folgt: Ernst Nebenzahl (x), Viktor Leipnik (XX), Gustav Mosbach (XXX), Jakob Nochimowski (Schrifhvart). Die Verbindung stand im Anfang des Semesters vor einer ungewöhnlichen Lage. Dieses war zwar durch die Bemühungen von Bbr. Ellinghausen (Verhältnismäßig sehr gut vorbereitet, aber der Antrittsconvent stand vor der verwunderlich Tatsache, daß unter der verhältnismäßig großen Aktivitas kein Bundesbruder sich zur Uebernahme der Charge bereit fand. Erst unter dem Druck eines Antrags auf Suspension der Verbindung erklärte sich Nebenzahl zur Uebernahme für den ersten Teil des Semesters bereit, und auf seinen Appell hin stellten sich dann auch die anderen genannten Bundesbrüder zur Verfügung. Die kritische Situation kann inzwischen als überwunden angesehen werden. Durch den Besuch von Bbr. Tuchler- Berlin erfuhr das Semester gleich zu Anfang eine wesentliche Belebung, die sich u. a. in unserer Keilarbeit und ferner darin auswirkte, daß drei frühere AH. AH. inzwischen wieder ins Kartell eingetreten sind (Nachmann, Rothschild und Schneemann). Das Veranstaltungsprogramm ist zur Zeit sehr reichhaltig undhat bisher Referate, gesellige und sportliche Veranstaltungen (Schwimmen) gebracht. Einen Fuchsenkurs in freierer Form leitet A. H. Günzburg, einen Talmudkurs Bbr. Nebenzahl, für Hebräisch und Palästinakunde haben sich die Bbr. Bbr. Ettinghausen und Rosenblum zur Verfügung gestellt. Einen ganz außergewöhnlichen Erfolg erzielte die Verbindung durch einen öffentlichen Vortrag von Prof. Franz Oppenheimer über „Die Bedeutung landwirtschaftlicher Kolonisation, dargestellt am Beispiel Palästinas". Der Besuch des Vortrags war so gut, daß in letzter Minute der größte Hörsaal der Universität dafür in Anspruch genommen werden mußte. Von allen Seiten, besonders auch von Angehörigen der anderen eingeladenen. Verbindungen, wurde der außergewöhnliche Charakter dieser Veranstaltung lebhaft anerkannt. — Mehrere unserer Alten Herren haben die Verbindung zu geselligen Abenden in ihren Häusern eingeladen; soweit diesen Einladungen bereits entsprochen wurde, haben wir besonders schöne Abende verbracht. — Hatte das vorige Semester der äußeren Reorganisation und Stärkung der Verbindung gegolten, so war sich diesmal der CC. — der Einstellung der ihm angehörenden Bundesbrüder entsprechend — klar darüber, daß das Schwergewicht der Arbeit in der Schaffung eines wirklich freundschaftlichen und bundesbrüderlichen Verhältnisses und wahrer Homogenität innerhalb der Verbindung zu liegen hatte. Wir glauben nicht, daß darunter die übliche Arbeit gelitten hat; ist dies in vereinzelten Punkten doch ein 10