Mannheim
Compact Memory

Der jüdische Student · 1928-07-01 · Heft 3 (Juli 1928) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Student
Volume
25 (1928)
Issue
Heft 3 (Juli 1928)
Date
1928-07-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/3537599-3537794-3537797--6814-3544844
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Außerdem bemühen wir uns schon sehr um die Vorbereitungen für unser 50-semestriges Stiftungsfest am 14. und 15. Juli, zu dem wir auch an dieser Stelle die Aktivitas und alle Alten Herren herzlichst einladen. V.J. St. Ivria. Rudi Lucas X- Semesferberichi der V. J. St. K&dimah, Bonn. Die Arbeit in diesem Semester litt von vornherein an einem empfindlichen Mangel an Arbeitskräften. Die wenigen Burschen» auf denen die gesamte Arbeit lastete, standen vor oder gar im Examen. Eine mittlere Schicht erfahrener oder noch nicht beruflich überlasteter Buudesbrüdev fehlte uns. Trotzdem ließen wir keine Möglichkeit ungenutzt, durch intensive Keilarbeit uns einen brauchbaren Nachwuchs zu schaffen. Wir haben systematisch sämtliche immatrikulierten jungen Semesäer aufgesucht und bearbeitet und danach unsere Auswahl getroffen. Das Material war nicht allzu reichhaltig, so daß wir unsere 5 AktivmelduEgen, die wir am Anfang zu verzeichnen hatten, als einen relativ guten Erfolg buchen können. Bbr. Ikenberg, unser Delegierter, gab uns damals einen anschaulichen und interessanten Bericht vom Kartelltag. Der Besuch unseres lieben Bbr. A. H. Kurt Tuchler verstärkte in anerkennenswerter Weise ussere Fühlung mit dem Kartell und seiner Leitung. Sein Besuch diente zum Anlaß eines fröhlichen Bierabends. Der bisherige Verlauf des Semesters bot einen vielversprechenden Anfang für unsere jungen Füchse, die so maäten herein in das Leben des Kartells kamen. Unsere nächste Aufgabe mußte es" werden, diese jungen Bundesbrüder, die meistens bisher unserer Bewegung völlig fremd gegenübergestanden haben, in die grundlegenden Probleme einzuführen. Eine allwöchentliche Fuchsenstunde bei unserm, mit der Bonner Verbindung so stark verbundenen Kölner Bundesbruder Hans Capell zeigte ihnen den WandeS der zionistischen Ideologien und macht sie mit ihren großen Führern und Vertretern bekannt. Ergänzend greifen zwanglose Nachmittage auf unserm Haus ein, wo Heinz Fonfe sie über Palästinakunde, jüdisc&e Geschichte und (Tagesfragen belehrt. Auf den 14tägigen Verbindungsabenden, an denen alle Aktiven teilnehmen, werden Probleme der Orientpolitik besprochen m Hand von vorbereiteten Referaten der Burschen (Boris Segallowitsch, Heinz Fonfe, bisher). Außerdem sprach unser Bbr. A. H. Bruno Nattei über die augenblickliche zionistische Situation und den Delegiertenfctg vor dem gleichen Kreis. Jeden Freitagabend ißt die ganze Verbindung gemeinsam und bleibt auch weiterhin bei Tee und Kuchen und zwangloser Unterhaltung zusammen. Finen großen Teil unseres Vcrbinduugsbetrie'I&cs nimmt das inoffizielle Zusammensein in unserem Hause ein, wo die Jüdische Rundschau, Pressercvi e und viele andere Zeitschriften ausliegen. Außerdem wird jede Woche zweimal Sport (Schwimmen und Leichtathletik) getrieben. Sonntags finden zuweilen Wanderungm statt. Inzwischen haben wir eine sechste Aktivmeldung zu verzeichnen; die Rezeption ist noch nicht beschlossen worden. 9

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.