Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 25 (1928)
- Issue
- Heft 2 (Juni 1928)
- Date
- 1928-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Karielliagsberichi. Der Kartcllpräside, Bbr. Erich Hurwitz, eröffnet den Kartelltag um IÖV2 Uhr vormittags und begrüßt die Delegierten und Gäste. Er gedenkt alsdann der verstorbenen Bundesbrüder Erich Bein, Walter Cohn, Moritz Levinsohn, Herbert Markowicz, Georg Schutz, Der Kartelltag erhebt sich. Die Büro- und Kommissionswahlen haben folgende Ergebnisse: Kdrtelltagspräsidium: Schloßberg E. Hurwitz, K. Tuchler; Kartelltagsbüro: Änghel, Heilberg, Ickenberg, Ä. Rosenberg; Karfelliagsehrenrat: Sally Hirsch, Paul Hirsch, Walter Katschke, Richard Lichtheim, Ludwig Äron; Mandatsprüfungskommission: Holzer, Pollack, Änghel; Finanzkommission: Tumbowsky, Mandelbaum, Czapski, Eisner, Levisohn; Permanenzauschuß: Änghel, Martin Bab, Bileski, Emrieh, Fritz Engel, Sally Keimann, Herlitz, Paul Hirsch, Julius Levinsohn, Lichtheim Rudolf Pick, Pollack, Älfred Rosenfeld, Kurt Rosenfeld. Hurwitz gibt den Bericht des scheidenden Präsidiums: Als wir die Arbeit übernahmen, hielten wir es für unsere oberste Aufgabe, die organisatorische Festigung des Kartells durchzuführen. Wir hatten insbesondere in den letzten Jahren die Sommer-Universitäten vernachlässigt. Unsere Werbeerfolge entsprachen zwar noch nicht den Erwartungen, jedoch durch gute Besetzung der Verbindungen Freiburg und Bonn war zu Beginn des Sommersemesters bereits ein Erfolg zu verzeichnen. Im Winter erfolgte dann eine starke Besetzung der Münchener Verbindung. Gleichzeitig konnten wir als Aktivum die Neugründung der V. J. St. Hasmonaea in Berlin verzeichnen, die sich gut entwickelt hat. Das innere Ressort hat sich auf diese organisatorische und Sanierungstätigkeit beschränkt. Seine Erfolge sind im wesentlichen dem Umstände zu verdanken, daß die Bbr. Bbr. sich wieder leichter für Ueberweisungen zur Verfügung stellten. Das ist ein Prüfstein der Kartelldisziplin, kein äußerliches Merkmal. Die Arbeit des- Werberessorts geht mit der Reorganisation Hand in Hand. In den beiden vergangenen Semestern ist es gelungen, je 56 Bbr. Bbr. neu aufzunehmen, ein wirklich erfreuliches Resultat. Der größte Teil dieser neuen Bbr. Bbr. stammt noch dazu aus nichtzionistischen oder indifferenten Kreisen. Die Entwicklung der zionistischen Jugend hat überdies gezeigt, daß es eine ebenso wichtige Aufgabe ist, diese führer- und anschlußlos herumlaufende Jugend für uns zu erfassen. Die Richtigkeit dieser Auffassung bestätigt sich dadurch, daß ein großer Teil ehemaliger Blau- Weißer heute zu unseren wertvollsten Bbr. Bbr. gehört. Ueber die Erziehungsarbeit hat sich Bbr. Prinz eingehend im J.St. geäußert. Bbr. Prinz sah seine Aufgabe darin, Material zu beschaffen und die Bbr. Bbr. bei ihrer Materialbeschaffung mit seinem Rat zu unterstützen. Mehr glaubte er nicht geben zu können.